Zeitung Heute : Weniger Steuern für Computer

Bei PCs, die beruflich genutzt werden, zählt die Ausstattung ddpADN.In immer mehr Haushalten steht ein Computer.Damit das Finanzamt diese finanziellen Aufwendungen auch steuerlich anerkennt, muß der Computer fast ausschließlich beruflich genutzt werden.Spielen darf man mit dem Gerät zwar auch, doch muß der private Anteil der Nutzung unter zehn Prozent liegen.Aufschluß über den Verwendungszweck kann das Finanzamt aber auch aus den technischen Gegebenheiten gewinnen, betont der Bund der Steuerzahler in seiner Monatszeitschrift "Der Steuerzahler" (Dezemberausgabe).Grundsätzlich ist der steuerliche Abzug in Gefahr, wenn der PC in der Wohnung steht.Ein häusliches Arbeitszimmer spricht für den Arbeitsmittelcharakter des Computers.Da tragbare Geräte bei gleicher Leistung deutlich teurer sind, kann in der Regel davon ausgegangen werden, daß die Mehrkosten nur deshalb getragen werden, weil sie beruflich bedingt sind.Eine geringe Speicherkapazität des Arbeitsspeichers von bis zu vier Megabyte läßt Zweifel an der beruflichen Nutzung aufkommen.Eine Festplatte mit einer Kapazität ab etwa fünf Gigabyte spricht für eine berufliche Aufwendung.Wird der PC zusätzlich zu einer bisherigen Grafikkarte mit einer speziellen 3D-Grafikkarte ausgerüstet, vermutet das Finanzamt einen privaten Nutzungsgrund.Auch bei der Nutzung eines Online-Dienstes kann die Privatnutzung angenommen werden.Fehlt ein Drucker, spricht das gegen eine weitgehend berufliche Nutzung des Computers.Ein Indiz für die berufliche Nutzung könnte die Anschaffung eines teureren Laser-Druckers sein.Berufsspezifische Software überzeugt eher davon, daß die Hardware für den Beruf gebraucht wird.Wer nur das Betriebssystem eines Rechners nutzt, dürfte damit kaum weiterkommen bei der steuerlichen Anerkennung.Die Bezuschussung des Arbeitgebers dient ebenfalls ein Hinweis auf die berufliche Nutzung.

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