Zeitung Heute : Wenn Arbeitslosigkeit prägt

Nicht einmal jeder zweite Jugendliche in Ostdeutschland arbeitet nach der Ausbildung in seinem erlernten Beruf.Jeder Vierte wurde innerhalb von zwei Jahren mindestens einmal arbeitslos, im Durchschnitt acht Monate.Jeder zwanzigste gut ausgebildete junge Mensch hatte die Suche nach einem Arbeitsplatz bereits ganz aufgegeben, die meisten davon Frauen.Dies zeigt eine Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung bei 650 jungen Frauen und Männern.98 Prozent von ihnen hatten zumindest den Realschulabschluß.

Arbeitslosigkeit gehöre für viele Berufsanfänger in den neuen Bundesländern zu den ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt, heißt es weiter.Entsprechend falle es den jungen Fachkräften schwer, ihre in der Ausbildung erlernten Qualifikationen weiterzuentwickeln.Einen Arbeitsplatz zu finden, setze oft die Bereitschaft zum Umzug voraus.Das Angebot an Arbeitsplätzen in der Nähe des eigenen Wohnortes bezeichneten 57 Prozent der Befragten als schlecht oder sogar sehr schlecht.Unter all diesen Aspekten sah die Situation für Frauen schlechter aus als für Männer.Trotz dieser Schwierigkeiten blickten die Befragten relativ optimistisch in die Zukunft: 57 Prozent rechneten mit einer Verbesserung ihrer Situation, 53 Prozent mit steigendem Einkommen und 52 Prozent mit besseren Arbeitsmarktchancen.

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