Zeitung Heute : Wenn der Dackel zweimal klingelt

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Dass der isländische Name für Handy übersetzt bedeutet „Das Ding, das die Ruhe stört“, gehört ins Reich der Legenden. Der gängige Handybegriff in Island lautet Farsimi, und das heißt schlicht tragbares Telefon. Allerdings hat das Handy in Island noch einen zweiten Namen: „Gemsimi“. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Abwandlung von GSMTelefon, was die zugrunde liegende Technik beschreibt. „Gemsini“ hat aber noch eine andere, viel ältere Bedeutung, denn das Wort steht für Dackel, die bekanntlich ebenfalls oft die Ruhe stören. So weit verbreitet Handys inzwischen auf der Welt sind, einen einheitlichen Namen dafür gibt es nicht. Außer in deutschsprachigen Ländern heißen sie kaum irgendwo Handy, und vor allem im englischsprachigen Raum erntet man bei der Nennung dieses Namens eher erstaunte Blicke. Im Wortsinne übersetzt steht handy für geschickt, handlich, nützlich. Wer in den USA vom Handy redet, sollte daher besser „cellular“ oder „cell phone“ sagen. In Argentinien hingegen hat es der mit seinem globalen Triband-Handy ausgestattete Vieltelefonierer einfacher, hier heißt das Handy einfach „mobicom“. Die Franzosen sprechen hingegen vom „telephone portable“ oder einfach „portable“ und im italienischen laufen Handys unter „telefonino“. Nur in Ungarn hat sich offenbar der Name eingebürgert, der den Sachverhalt am besten trifft. Dort heißt das Handy einfach „mobiltelefon“. sag

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