Zeitung Heute : Willkommen auf der Fifth Avenue

René Reich-Graefe

350 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur, eine Auszeichnung für Lord Norman Foster: Mit einer Gala in einem Luxushotel auf der Fifth Avenue hatten die Friends of Freie Universität Berlin (FFUB), die Organisation der US-Freunde der FU, jetzt einen großen Auftritt in New York.

Gegründet im Januar 2003 ist der amerikanische Freundesverein ein Novum an den deutschen Hochschulen. Als eine gemeinnützige, steuerbefreite Gesellschaft New Yorker Rechts haben sie sich zum Ziel gesetzt, in Nordamerika Spenden für die Freie Universität Berlin zu akquirieren. Die Friends wollen darüber hinaus eine Anlaufstelle für die etwa 3000 in den USA lebenden Absolventen der FU Berlin sein. Das New Yorker Büro leitet die Exekutivdirektorin Hélène Sostarich-Barsamian.

Die Friends vergaben zum ersten Mal den Transatlantic Bridge Award. Der Preis wird jährlich an Personen verliehen wird, die sich um die transatlantische Freundschaft verdient gemacht haben. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Lord Norman Foster, den Architekten der Reichstagskuppel und der Philologischen Bibliothek der FU. Die Laudatio hielt Karsten Voigt, Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt und Mitglied im FFUB Advisory Board.

Uwe-Karsten Heye, der Leiter des deutschen Konsulats in New York, überbrachte Grüße von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Auch die Bürgermeister von New York und Berlin sandten Glückwünsche, dazu die US-Senatoren Hillary Clinton und Edward Kennedy sowie US-Botschafter Daniel Coats und sein deutscher Gegenpart in Washington, Wolfgang Ischinger. Als Sponsoren traten Unternehmen und Organisationen auf, darunter die Deutsche Lufthansa, Schering, der Deutsche Akademische Austauschdienst und der New Yorker Medienriese Hearst.

An diesem Abend verkündeten die Friends of Freie Universität ihr erstes großes Projekt: Bis zum 50. Jahrestag des Henry-Ford-Baus im Herbst wollen sie 2,5 Millionen Dollar einwerben, um das Hörsaalgebäude zu sanieren. Der Bau wurde 1954 mit Hilfe einer Spende der amerikanischen Henry-Ford-Stiftung errichtet.

Der Autor ist Präsident der Friends of Freie Universität Berlin, Inc.

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