Zeitung Heute : Wintersport: Versicherung: Haftpflicht!

Was passiert, wenn es schief geht? Wir haben Versicherungs-Experten gefragt, ob denn der Schaden auf der Ski-Piste wenigstens finanziell reguliert wird.

Krankenversicherungen zahlen in aller Regel für Behandlungskosten, die aus einem Skiunfall resultieren - mit einer Ausnahme, Sportler, die an Wettbewerben teilnehmen, müssen ihr besonderes Risiko extra absichern. Wer allerdings auf Skireise ins Ausland fährt, ist gut beraten, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen - wenn er nicht eine Private Krankenvollversicherung besitzt. Andernfalls sollte man unbedingt vor Antritt der Reise klären, ob und in welchem Umfang man Versicherungsschutz genießt.

Wer dauerhaften körperlichen Schaden erleidet und eine Unfallversicherung besitzt, kann seine Ansprüche dort geltend machen. Skifahren wird von den Versicherern nicht als so genannte riskante Sportart eingestuft und von der Regulierung ausgeschlossen - anders als etwa Flugsport oder Motorsport.

Für Schäden, die Skifahrer bei anderen verursachen, müssen sie lebenslang mit ihrem gesamten Vermögen haften, es sei denn, sie besitzen eine private Haftpflichtversicherung. Die Haftpflicht zahlt nicht bei vorsätzlich verursachten Fällen. Bei grober Fahrlässigkeit etwa infolge von Trunkenheit kann die Versicherung ihren Klienten in Regress nehmen.

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