Zeitung Heute : "Wir schaffen ein Stadtviertel"

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Kunstkonzept für den Potsdamer PlatzphDie Daimer-Benz AG hat gestern ihre Kunstkonzeption für den Potsdamer Platz vorgestellt."Wir schaffen ein Stadtviertel", sagte das Vorstandsmitglied Manfred Gentz, "und wollen, daß neben der Architektur auch international renommierte Künstler das Gesicht der Stadt mitprägen.Sie waren von vornherein in die Planung miteinbezogen." Auf öffentlichen Plätzen des Areals der Debis sollen aufgesockelte, freistehende Skulpturen von Jeff Koons, Keith Haring, Robert Rauschenberg und Mark di Suvero dauerhaft aufgestellt werden und "den Dialog zwischen moderner Kunst und urbaner Architektur anregen".Im dem von Renzo Piano entworfenen Hauptgebäude der Debis ist bereits eine große kinetische Skulptur von Jean Tinguely in der symmetrischen Mitte des arkadengesäumten Lichthofs plaziert.Und François Morellet hat ein die Ausdehnung des Lichthofs markierendes, weich geschwungenes blaues Neonband angebracht. Für die Kunstausgaben steht ein zweistelliger Millionenbetrag im unteren Bereich zur Verfügung.Das Gebot, zwei Prozent der Bausumme für Kunst auszugeben, hat bei einer Gesamtinvestition von vier Millarden Mark (reine Baukosten 2,7 Millarden Mark) für die Daimler-Benz AG keine Entscheidungsrelevanz. Da im nahen Regierungsviertel vor allem deutsche Künstler mit Arbeiten vertreten sein werden, sollen auf dem Potsdamer Platz zwischen Hotel, Kino, Theater, Musical, Spielbank und Büros Werke von internationalen Künstlern stehen.Und man hat den Anspruch, die Skulpturen an der nahegelegenen Neuen Nationalgalerie und am Kulturforum zu "ergänzen".Der Leiter des Ressorts Kunstbesitz der Daimler-Benz AG, Hans Baumgart, wies in diesem Zusammenhang auf die bereits bestehende firmeneigene Sammlung mit Großskulpturen von Max Bill, Bernhard Heiliger, Walter de Maria, George Rickey, Ulrich Rückriem hin.Auf architektur- und baubezogene Arbeiten wurde - ausgenommen Morellets "Light Blue" - ganz verzichtet.Es handelt sich um typische "Kunst am Bau".Die autonomen Werke haben einen eigenständigen Auftritt gegenüber der architektonischen Umgebung und setzen durch Farbigkeit, Materialwahl und Motiv einen publikumsnahen Akzent.Die Kunstwerke, so der Sprecher, sollen Berlins Skulpturenlandschaft bereichern.

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