Zeitung Heute : "Wir steigern die Hardware-Leistung"

Der Name Apple sorgt wieder für positive Schlagzeilen.Mit dem Erfolg des iMac scheint die Zukunft des angeschlagenen Computerpioniers gesichert.Nun zeichnet sich ab, daß die neue Version von Apples Betriebssystem MacOS 8.5, zumindest in den USA, ähnlich gut beim Kunden ankommt.Mit dem Apples Produktmanager für MacOS, Peter Lowe, sprach Tagesspiegel-Mitarbeiter Holger Schlösser in Düsseldorf.



TAGESSPIEGEL: Herr Lowe, wohin zielt Apple mit seinen Betriebssystemplänen?

LOWE: Unser Ziel ist es, die Industrie anzuführen, innovativ zu sein, neue Features zu entwickeln und zur gleichen Zeit auf unsere Kunden zu hören und ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

TAGESSPIEGEL: Wie wollen Sie das erreichen?

LOWE: Bei der Entwicklung von Mac OS 8.5 stand vor allem die Verbesserung der Stabilität und Geschwindigkeitssteigerung des Systems im Vordergrund - Forderungen, die vor allem professionelle Kunden an uns stellen.Wir haben hart gearbeitet und schlagen in diesem Bereich heute sogar die Konkurrenz von Windows NT.Wir steigern die Leistung der Hardware, während man bei der Konkurrenz bei jedem Update das Gefühl hat, einen neuen Computer kaufen zu müssen, damit es überhaupt läuft.Wir wollen aber auch, daß Apple weiterhin innovativ ist.So haben wir das Internet in das System besser integriert, wie die Sherlock-Technologie zeigt, die eine schnelle Suchfunktion für das Internet oder den eigenen Rechner beinhaltet.

TAGESSPIEGEL: Es gibt viele Gerüchte um das kommende Betriebssystem MacOS 10.Wann wird es kommen und was wird aus Vorzeige-Projekten wie dem Betriebssystem Rhapsody?

LOWE: Ursprünglich wollten wir zweigleisig fahren: einerseits MacOS weiterentwickeln und anderseits Rhapsody als völlig neues Betriebssystem einführen.Wir mußten einsehen, daß diese Strategie nicht weit genug ging.Was die Kunden brauchen, ist ein einzelnes Produkt, was all diesen Forderungen gerecht wird.MacOS 10 wird alles beinhalten, was bei Rhapsody geplant war - hohe Stabilität und Geschwindigkeit.Gleichzeitig können Entwickler von Software aber ihre Produkte auf MacOS 10 laufen lassen.Auch die Oberfläche wird gleich sein.Alles, was die Leute an MacOS heute mögen, wird es auch in Zukunft liefern.Erste Betaversionen für Entwickler wird es in der ersten Hälfte des nächsten Jahres geben, das fertige Produkt ist für die zweite Jahreshälfte geplant.

TAGESSPIEGEL: Wird es eine Version für Windows-Rechner geben?

LOWE: Die schnellsten Prozessoren sind zur Zeit die Power PCs, so glauben wir, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, für diese Plattform das System zu entwickeln.Wir haben zur Zeit keine Pläne, unser Betriebssystem für anderer Leute Computer anzupassen.Aber wir sind heute viel schlauere Geschäftsleute, als wir es früher waren.MacOS 10 wird so entwickelt, daß wir die Flexibilität haben, in Zukunft machen zu können, was wir müssen.Aber heute vertrauen wir völlig auf den Power PC.

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