Zeitung Heute : Wirtschaft fordert Computerkenntnisse

Schüler mit Computerkenntnissen sollen nach Vorstellung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) den "Engpaßfaktor Lehrer" ausgleichen helfen, wenn es um die Vermittlung der im Berufsleben immer wichtiger werdenden Kenntnisse im Umgang mit moderner Datenverarbeitung geht.Die "Computercracks" an den Schulen, die sich ihr Wissen weitestgehend selbst erworben haben, sollten zu "Computer-Lotsen" werden und ihr Wissen an die Mitschüler weitergeben, sagte Carsten Kreklau, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI, jetzt in Bonn.

Um eine solche Selbsthilfe der Schüler zu fördern, entwickeln BDI, das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und die Stiftung Industrieforschung einen Wettbewerb, mit dem von Februar bis Juni nächsten Jahres zunächst an sechs allgemeinbildenden Schulen im Kölner Raum diese Art von Wissensvermittlung angeregt werden soll.

Die Bedeutung von Computerkenntnissen für das spätere Fortkommen der Schüler unterstreicht eine Befragung von 273 mittelständischen Unternehmen durch das IW.97,4 Prozent der Unternehmen hielten es für "dringend erforderlich" oder "erforderlich", daß Schüler bereits an den allgemeinbildenden Schulen auf den Umgang mit dem Computer vorbereitet würden.Immerhin schon 71,1 Prozent der Unternehmen nutzten das Internet und 61,5 Prozent kommunizierten über E-mail.Von Bewerbern gefordert seien weniger Spezialkenntnisse, sondern grundlegende Kenntnisse im Umgang mit gängiger Software wie Textverarbeitung und Kalkulationsprogrammen.Kreklau kritisierte, daß erst ungefähr 6500 von insgesamt rund 43 000 Schulen ans Internet angeschlossen sind.

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