Zeitung Heute : WM-SPLITTER

Mafioso will helfen: Der rumänische Fußballverband hat vor dem WM-Spiel gegen England am Montag in Toulouse Unterstützung von ungewohnter Seite angeboten bekommen.Der rumänische Mafioso Stefan Dinu, der nach einjähriger Flucht derzeit wegen Mordversuchs im Gefängnis sitzt, schickte ein Telegramm ins rumänische Trainingslager, wie ein Verbandssprecher am Freitag bestätigte.Darin bot Dinu - in der Szene als "Stefan, der Eingebildete" bekannt - mit einigen Kumpanen schlagkräftige Hilfe gegen englische Krawallmacher an.Der Bitte um mehrere Tage Hafturlaub kam die Gefängnisleitung allerdings - wie zu erwarten - nicht nach.

Lustige Dänen: Dänemarks Fußballer machen ihrem Ruf, eine der lustigsten WM-Truppen zu sein, weiter alle Ehre.So werden die offiziellen Pressekonferenzen im Quartier in Saint Cyr sur Mer wie ein Fußballspiel an- und abgepfiffen.Als "Unparteiischer" mit Pfeife agiert ein Delegations-Mitglied des dänischen Verbandes.

Nicht ohne einen Zeugen: Frankreichs Nationaltrainer Aimé Jacquet führt persönliche Gespräche mit seinen Nationalspielern nur noch unter Zeugen.Bei den internen Unterredungen ist stets ein Assistent aus dem Trainerstab der "Equipe tricolore" anwesend.Damit niemand sagen könne, er habe es nicht gesagt bzw.der Spieler habe es nicht verstanden, erläuterte Jacquet seine ungewöhnliche Maßnahme.

Keine gebackenen Bohnen: Englands Fußballer dürfen keine gebackenen Bohnen mehr essen.Der englische Fußball-Verband (FA) folgte dem Rat des Diätexperten und Vereinsarztes von Arsenal London, Dr.John Crane, und ließ die von den Spielern heiß geliebten "baked beans" wegen des zu hohen Zuckergehalts von der Speisekarte im WM-Quartier in Saint-Andre-des-Eaux" entfernen.

Ungeliebtes "Ständchen": Singende Journalisten haben großen Ärger bei Spaniens Nationaltrainer Javier Clemente hervorgerufen.Die nigerianischen Medienvertreter hatten am vorigen Sonnabend nach dem 3:2 ihrer Mannschaft gegen die Iberer in der Mixed-Zone Sieger-Lieder angestimmt.

Vorbildliche Japaner: Das "Aufräumkommando" in Nantes freut sich auf die japanischen Fußball-Fans.Die Schlachtenbummler aus Fernost haben sich durch vorbildliches Verhalten bei den Franzosen beliebt gemacht.Nach dem ersten Gruppenspiel der Japaner gegen Argentinien am vergangenen Sonntag in Toulouse räumten sie den Müll an ihren Plätzen eigenhändig auf und packten sämtlichen Abfall in mitgebrachte Plastiktüten.Für das zweite Vorrundenspiel Japans gegen Kroatien an diesem Sonnabend in Nantes werden 15 000 japanische Anhänger an der Loire erwartet.

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