Zeitung Heute : WM-SPLITTER

Prinz Eisenfuß: Prinz Albert von Monaco, Bobfahrer und Fußballkenner, ist mit den Schiedsrichterleistungen unzufrieden."Die Unparteiischen sind zu streng.Fußball ist doch kein Sport für Schwächlinge." Ihre fürstliche Hoheit weiß, wovon sie redet.Im Prominenten-Club "Barbarejuans" ist Prinz Albert als eisenharter Verteidiger bekannt.

Der Zensor: Belgiens Trainer Georges Leekens hat alles unter Kontrolle.Nach dem Spiel gegen Mexiko gab es ein Barbecue im Hotel.Die Fotografen hofften auf Schnappschüsse in entspannter Atmosphäre.Doch da funkte Zensor Leekens dazwischen.Nur einem einzigen Bildreporter gewährte er Einlaß.Anschließend kontrollierte er die Fotos.Bilder, auf denen Spieler mit einem Glas Bier zu sehen waren, wurden einkassiert.

Trauer: Hollands Nationalspieler Wim Jonk trauert um seinen besten Freund.Bondscoach Guus Hiddink teilte dem Mittelfeldspieler am Montag im WM-Quartier in Roquebrune-Cap-Martin mit, daß der Mann bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei und stellte Jonk frei, heimzureisen.Nach Beratung mit der Familie des Freundes entschied sich der 31jährige zu bleiben.

Torjäger gesucht: Die Torjägerkrone bei der WM geht nach Ansicht von Just Fontaine nach Südamerika.Der 64jährige Franzose, der bei der WM 1958 in Schweden mit 13 Toren eine bis heute unerreichte Ausbeute erzielt hatte, tippt Ronaldo, Gabriel Batistuta oder Marcelo Salas."Ronaldo hat alle Fähigkeiten", lobt Fontaine Brasiliens Superstar, der bisher jedoch erst ein Tor geschossen hat.Für den Argentinier Batistuta (4) würden seine 100 Tore sprechen, die er seit 1991 für den AC Florenz erzielt hat.Von Salas (3/Chile) ist Fontaine "immer mehr beeindruckt".

Guten Appetit: Eine verlorene Wette kommt Kroatiens Trainer Miroslav Blazevic teuer zu stehen.Der Coach hatte mit einem Journalisten gewettet, daß Jamaika gegen Argentinien höchstens mit zwei Toren Differenz verliert.Nach dem 0:5 der Jamaikaner muß Blazevic ein Abendessen für alle in Frankreich akkreditierten kroatischen Medienvertreter bezahlen.

Gut verdient: Kroatiens Spieler und Trainer haben nach zwei WM-Wochen ihre Geldbeutel bereits gut gefüllt.Nach dem sicheren Einzug ins Achtelfinale durch die Siege gegen Jamaika (3:1) und Japan (1:0) muß der kroatische Verband an alle Beteiligten die vereinbarte Summe von umgerechnet 75 000 Mark zahlen.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben