Zeitung Heute : Wohnungsbaugesellschaft: Die Aubis-Gruppe und ihre Chefs

Ines Aßmann

Die Unternehmensgeschichte der Aubis beginnt 1991. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Neuling und der ehemalige Kriminalbeamte Klaus Wienhold (CDU) gründen eine gemeinsame Gesellschaft. Ihr Ziel: Kauf, Sanierung und Handel mit Immobilien. Besondere Marktchancen sehen sie ab Mitte der 1990er Jahre im Erwerb ostdeutscher Plattenbauten, denn das Altschuldenhilfe-Gesetz verpflichtet die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, einen Teil ihrer Immobilien zu verkaufen und die Erlöse an den Bund abzuführen. Aubis plante den Erwerb von 15 000 Wohnungen und die Sanierung der Objekte für 400 Mark pro Quadratmeter. Nach Angaben der Unternehmer hatte der Vorstand der Berlin Hyp dem Plan zugestimmt und Kreditzusagen unterzeichnet. Das erste Darlehen der Berlin Hyp über 350 Millionen Mark habe die Gruppe 1995 erhalten und damit 7000 Wohneinheiten erworben. Nach eigenen Angaben hat die Aubis dann zwischen 1996 und 1998 rund 10 000 Wohnungen saniert und ein Bauvolumen von 250 Millionen Mark umgesetzt. Dabei kam es der Firma zufolge "nicht in einem einzigen Fall zu Kostenüberschreitungen". Die Probleme der Gruppe seien erst mit der angeblich verschleppten Auszahlung der Kredite durch die Berlin Hyp aufgetreten.

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