Wulff-Vertrauter in der Kritik : Falsche Auskunft vom Staatskanzleichef?

Lothar Hagebölling soll vor dem Landtag gelogen haben.

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Der promovierte Jurist Lothar Hagebölling wurde 2003 Staatssekretär im niedersächsischen Finanzministerium. Ab Mai 2006 war der gebürtige Münsterländer Chef der Staatskanzlei des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff. In dieser Funktion teilte er dem Landtag im April 2010 mit, es habe für den Nord-Süd-Dialog „keine Beteiligung oder Finanzierung durch das Land Niedersachsen“ gegeben. Dafür wird er nun von der Opposition heftig kritisiert. Als Wulff 2010 Bundespräsident wurde, nahm er seinen heute 59-jährigen Vertrauten mit nach Berlin. Er ernannte ihn zum Chef des Bundespräsidialamts. Hagebölling ist für die Tätigkeit aller ihm unterstehenden Beamten und Mitarbeiter verantwortlich. Aktuell hat das Bundespräsidialamt rund 180 Mitarbeiter. Hagebölling ist gleichzeitig der erste Berater des Bundespräsidenten. Protokollarisch ist er der ranghöchste beamtete Staatssekretär.

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