Zeitung Heute : Zauberhafte Fantasy-Schlachten in hochauflösender Grafik

Sierras "Lords of Magic" ist eine gelungene Mischung aus Strategie- und Rollenspiel / Auch hier stand der "Herr der Ringe" PateDas Land Urak ist in Gefahr.Der böse Zauberer Balkoth verbreitet Angst und Schrecken, und nur ein kluger und tapferer Anführer ist im Stande, sich dem drohenden Zeitalter der Finsternis entgegenzustellen. Das ist die Ausgangssituation in dem neuesten Computerspiel aus dem Hause Sierra."Lords of Magic" heißt der Nachfolger der vielbeachteten "Lords of the Realm"-Reihe.Während letztere jedoch das historische Mittelalter zum Hintergrund hat, ist "Lords of Magic" ein echtes Fantasy-Strategiespiel mit Rollenspielelementen, die den Spieler in ein Szenario à la Tolkien versetzen. In der Rolle eines Kriegers, Magiers oder Diebes gilt es zunächst, die nähere Umgebung von feindlichen Einheiten zu befreien und zu einer Festung auszubauen.Als Lord steht dem Spieler zunächst nur eine kleine Gruppe militärischer Einheiten zur Verfügung.Erst der Siegesruhm sorgt für eine größere Gefolgschaft, aus der man dann weitere Mitstreiter für den Kampf gegen Balkoth rekrutieren kann.Allerdings sind die Streitkräfte nicht umsonst.Sie verlangen nach Gold, Met und Kristallen, die man durch Eroberung gewinnt oder eben selbst produziert.Rollenspieltypisch ist, daß sich die Eigenschaften der Helden und Einheiten durch Erfahrung stetig verbessern. Zu Beginn des Spiels wählt man eine von acht Glaubensrichtungen wie beispielsweise Ordnung, Chaos, Tod und entscheidet sich damit gleichzeitig für eine bestimmte Strategie.So verlangt "Tod" eine offensivere Spielweise, da die Einheiten zwar über eine vergleichsweise große Kampfkraft, jedoch über keinerlei Heilungskräfte verfügen, während es sich für Anhänger des "Leben"-Kultes genau umgekehrt verhält. Die zahlreichen Kämpfe finden in Echtzeit statt.Da dabei bis zu 60 Einheiten gleichzeitig aufeinandertreffen können, kommt es zwangsläufig zu recht unübersichtlichen Schlachten.Hilfreich ist da die Möglichkeit, den Kampf jederzeit unterbrechen zu können, um den einzelnen Einheiten neue Befehle zuzuordnen.Die Berechnung der Kämpfe kann jedoch auch dem Computer überlassen werden.So bleibt der Kopf frei für den strategischen Teil des Spiels.Und wenn es sich um friedlichere Naturen handelt, haben auch diplomatische Verhandlungen mit anderen Völkern eine Chance.Leider beschränkt sich dieser Teil des Spiels aber auf reine Handelsbeziehungen, die nur geringfügigen Spielraum für strategische Überlegungen bieten. Wie der Titel vermuten läßt, spielt auch Magie eine wesentliche Rolle.Bis zu 160 verschiedene Zaubersprüche können erforscht und zum besseren Gelingen angewandt werden.Fliegende Feuerbälle und Blitzschläge sorgen für den einen oder anderen Effekt.Überhaupt kann die grafische Präsentation in HiColor überzeugen.Die über 80 verschiedenen Einheiten und die Kombinationsmöglichkeit der drei Klassen mit den acht Kulten sorgen für Abwechslung. Die Benutzerführung ist trotz der Komplexität schnell erlernt und stellt auch Einsteiger vor keine Probleme.Der ruhige Soundtrack trägt zur magischen Atmosphäre bei.Wem die Computergegner keine Herausforderung bieten, kann sich mit bis zu fünf Mitspielern über Netzwerk, Modem oder Internet bekriegen.küs "Lords of Magic", Sierra, 70 DM.Systemvoraussetzungen: Pentium 100, 16MB RAM, mind.150 MB freien Festplattenplatz und Windows 95.

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