Zeitung Heute : Zentralrat verteidigt Augstein

Berlin - In der Debatte um den Antisemitismusvorwurf gegen Jakob Augstein mehren sich die Stimmen, die den Journalisten in Schutz nehmen. Nun hat sich auch der Zentralrat der Juden in Deutschland von der Beschuldigung distanziert. Vizepräsident Salomon Korn sagte am Freitag Deutschlandradio Kultur, er habe nie den Eindruck gehabt, dass das, was Augstein schreibe, antisemitisch sei. Selbst wenn man sich frage, warum der Verleger der Wochenzeitung „Freitag“ Israel so überspitzt kritisiere, sei es falsch, ihn als Antisemiten zu bezeichnen. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum habe für seine Liste der weltweit schlimmsten Judenhasser offenbar nicht genügend recherchiert und sei einfach der Argumentation des Publizisten Henryk M. Broder gefolgt. Die Organisation bekräftigte indes ihre Vorwürfe. Augstein habe mit seinen Formulierungen eine rote Linie überschritten und müsse sich entschuldigen, sagte Rabbiner Abraham Cooper dem Tagesspiegel. Ch.B./sop

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