Zeitung Heute : Zeugen stützen Schröder im Streit mit Bush

Berlin - Frühere Spitzendiplomaten haben der Darstellung von Ex-US-Präsident George W. Bush widersprochen, wonach der damalige Kanzler Gerhard Schröder den USA im Januar 2002 Unterstützung für den Irakkrieg zugesagt haben soll. „Niemand konnte den Gesprächsverlauf als einen deutschen Blankoscheck für ein militärisches Vorgehen gegenüber dem Irak interpretieren“, sagte der damalige deutsche Botschafter in Washington, Wolfgang Ischinger, dem Tagesspiegel. Der ehemalige Abteilungsleiter Außenpolitik im Kanzleramt, Dieter Kastrup, versicherte: „Schröder hat sich in einer Weise geäußert, die von Bush nicht als Freibrief verstanden werden konnte, mit deutscher Hilfe einen Krieg gegen den Irak zu beginnen.“ Beide nahmen an dem Gespräch teil. Bush schreibt in seinen Memoiren, Schröder habe ihm Hilfe versprochen, wenn er die Aktion schnell erledige. Schröder warf Bush daraufhin vor, er sage nicht die Wahrheit. hmt

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