Zeitung Heute : Zukunft mit Technik Gefragtes Ingenieur-Know-how

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Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) nennt sich selbst „technikbegeistert“ und möchte, dass diese Passion von möglichst vielen Bürgern geteilt wird – „vor allem von jungen Menschen“. Das „Jahr der Technik“, am vergangenen Mittwoch von der Ministerin im Beisein von mehreren hundert geladenen Gästen im Museum für Technik am Gleisdreieck eröffnet, soll den Zusammenhang zwischen Bildung, Forschung, Technik und Wohlstand verdeutlichen. Dazu haben sich Forschungsministerium, die „Initiative Wissenschaft im Dialog“ sowie 80 technischwissenschaftliche Verbände zusammengeschlossen. Sie wollen bundesweit mehr als 2000 Aktionen organisieren.

Bulmahn freut sich zwar über das schon jetzt Erreichte: „Deutschland hat sich etwa in der Lasertechnik vom Importeur zum Exporteur entwickelt. Inzwischen halten wir 40 Prozent vom Weltmarkt und haben in diesem Bereich rund 50 000 Arbeitsplätze.“ Doch Deutschland dürfe sich nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Um auch künftig im globalen Wettbewerb mithalten zu können, fordert Bulmahn mehr Investitionen in der Bio- und der Nanotechnik sowie in optischen Technologien: „Wir müssen verstärkt in Forschung investieren, die im 21. Jahrhundert Technik prägen wird.“ Zu den Schlüsseltechnologien gehören laut Bulmahn auch die Informationstechnologie, Mikrosystem-, Produktions-, Werkstofftechnik oder die optischen Technologien. Sie seien der Motor der wirtschaftlichen Dynamik in Deutschland. Entsprechend groß sei der Bedarf an Nachwuchskräften „in allen technischen Berufen.“ Derzeit sind rund 168 000 Studierende im 1. Fachsemester einer naturwissenschaftlichen oder technischen Disziplin eingeschrieben.

Wie man in die Technikberufe einsteigen kann, erfahren Jugendliche und Berufseinsteiger im „Technik-Vor-Ort-Programm“ mit zahlreichen Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg. Heute zum Beispiel bei „Junges Leben im All“, einem Vortrag unter anderem über das Seti-Projekt und einem 3-D-Flug im Jugendfreizeitzentrum Wuhlheide in Köpenick (von 10 bis 18 Uhr). rch

Mehr Infos unter www.jahr-der-technik.de

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