Zeitung Heute : Zur Kur in Niederbayern: Besser als tausend Pillen

In Berlin präsentieren sich die "ges,en F&u

Niederbayern war bis vor einigen Jahrzehnten keine besonders gefragte Region für Kuraufenthalte. Das Bild hat sich mit dem Ausbau des Kurbetriebes in den Heil- und Thermalbädern Bad Füssing, Bad Birnbach, Bad Griesbach, Bad Abbach und Bad Gögging positiv geändert. Gemeinsam vermarkten sich die Heilbäder als "die gesunden Fünf von Niederbayern".

Als 1976 die Zusammenarbeit begann, waren die fünf Orte - touristisch gesehen - noch sehr unterschiedliche Partner. Bad Füssing zählte in dem Jahr bereits 1,3 Millionen Übernachtungen und die Heilwirkung des Füssinger Thermalwassers hatte weit über Bayern hinaus herum gesprochen. Bad Gögging und Bad Abbach waren hingegen kaum gefragt. In Birnbach wurde damals immerhin schon die "Rottal Therme" und in Griesbach das "Dreiquellenbad" eröffnet.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die öffentliche Hand für Kur- und Badeeinrichtungen in den fünf Orten rund 900 Millionen Mark beigesteuert. Das Thermalwasser, das bis zu 70 Grad Celsius heiß an die Oberfläche kommt, ist hingegen ein Geschenk der Natur. Die fünf bieten 20 000 Quadratmeter Heilwasserfläche und sichern der Region etwa 12 000 Arbeitsplätze.

Neben dem Thermalwasser, das den Gästen unter dem Motto "Besser als tausend Pillen" angepriesen wird, profitieren die niederbayerischen Heilbäder von der umweltbewussten Einstellung der Gäste: Kurorte und Bäder mit intakter Natur ringsum werden zunehmend bevorzugt. Außerdem wurde mit der IC-Anbindung die Bahnanreise erleichtert. Die Menschen gelten als sehr gastfreundlich, auch deshalb liegt der Anteil der Stammgäste bei 80 Prozent. Im vergangenen Jahr zählten Bad Füssing, Bad Birnbach, Bad Griesbach, Bad Abbach und Bad Gögging zusammen 5,9 Millionen Übernachtungen, davon allein Bad Füssing mehr als drei Millionen.

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