Zur Person : Thomas de Maizière

OBERBEFEHLSHABER

Thomas des Maizière ist der Sohn des früheren Bundeswehr-Generalinspekteurs Ulrich de Maizière (1912 bis 2006), der als einer der Väter des Prinzips der Inneren Führung bei der Bundeswehr gilt. Nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) als Verteidigungsminister wurde der CDU-Politiker im März 2011 dessen Nachfolger und muss nun die Reform der Bundeswehr zu einem guten Ende bringen. Die Armee soll um etwa ein Fünftel schrumpfen, außerdem soll es künftig straffere Führungsstrukturen geben.

BOTSCHAFTER

Der 58-jährige Jurist setzt in der Außen- und Sicherheitspolitik seither deutlich andere Akzente als etwa Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Er bereitet die Deutschen darauf vor, dass auf sie in absehbarer Zeit mehr internationale Verantwortung und damit auch mehr Auslandseinsätze zukommen.

FÜHRUNGSRESERVE

Der heutige Merkel-Vertraute kommt aus der Landespolitik und sammelte exekutive Erfahrung in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, wo er hintereinander drei Ministerien führte. In der Bundesregierung war de Maizière vor dem Umzug in den Bendlerblock Chef des Kanzleramtes (2005 bis 2009) und Innenminister (2009 bis 2011). Der intellektuell gut sortierte, affärenfreie Politiker gilt als Anwärter auf höhere Aufgaben.

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