Zeitung Heute : ZUR PERSON

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EHRGEIZIG

Der 1942 geborene Sohn eines Staatsrechtlers geht seinen Weg zielstrebig: Nach dem Theologiestudium, Promotion und Habilitation lehrte Wolfgang Huber Sozialethik in Marburg, später in Heidelberg. 1994 wurde er zum Bischof

der Landeskirche Berlin

Brandenburg gewählt, im November 2003 zum Chef der EKD.

REDEGEWANDT

Sätze formuliert er schnell und druckreif, ausgefeilte Reden hält er aus dem Stegreif. Er ist bestens informiert und scheint zu jenen seltenen Menschen zu gehören, die sich auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren können.

STREITBAR

In den 80er Jahren kämpfte er für Frieden und gegen Atomraketen, 1994 wollte er als SPD-Mann für den Bundestag kandidieren. Als Mitglied des Nationalen Ethikrates warnte er vor einer entfesselten Bioethik. Seit er 2003 zum Ratsvorsitzenden der EKD gewählt wurde, vergeht kaum ein Monat, in dem sich Huber nicht in die Tagespolitik einmischt, vom Kopftuchstreit über die Sozialreformen bis zum Irakkrieg – und das oft mit scharfen Worten. Dass er seiner Landeskirche bereits vor zehn Jahren harte Sparmaßnahmen zumutete und auch nicht vor Kündigungen zurückschreckte, trug ihm den Ruf eines knallharter Sanierers ein.

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