Zeitung Heute : Zwei neue derivative Produkte

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Kapitalanlagen in Rohstoffe sind nach wie vor „hipp“. Fachleute wie Investment-Guru und Buchautor Jim Rogers glauben, der derzeitige Aufwärtstrend der Rohstoffpreise werde noch zumindest in den nächsten zehn Jahren Bestand haben. Für Anleger, die diesen Prognosen glauben, bieten sich nach wie vor Investments in Derivate auf Rohstoffindizes an. Führende Banken haben jetzt zwei derivative Produkte auf populäre Rohstoffindizes an den Markt gebracht. So hat die Deutsche Bank in der ersten Februarwoche an der American Stock Exchange in New York einen Index-Tracker-Fonds auf den DB Commodity Index emittiert, der an der Amex praktisch als Aktie unter dem Ticker-Symbol DBC.A gehandelt werden Nach Angaben der Amex ist dies der erste an einer US-Börse gelistete Index-Fonds, der an die Entwicklung der Rohstoffpreise gekoppelt ist.

Das zweite zuletzt neu an den Markt gekommene Indexprodukt auf Rohstoffe wurde jetzt von der französischen Bank Société Générale emittiert. Dabei handelt es sich um ein Zertifikat auf den Reuters/Jefferies CRB Total Return Index, der als die weltweit populärste Rohstoff-Messlatte gilt. Investments in diesen Rohstoffindex waren Privatanlegern bislang weitgehend verschlossen. Das neue Zertifikat, das sowohl an der Stuttgarter Derivatebörse Euwax als auch im Smart Trading der Deutsche Börse AG gelistet ist, ermöglicht Anlegern den Einstieg in ein breit diversifiziertes Rohstoff-Vehikel.

Der erstmals im Jahr 1957 errechnete CRB-Index, der von Notenbanken in den vergangenen Jahren immer wieder als wichtigste Messlatte für die Beobachtung von Inflationsgefahren genutzt wurde, setzt sich aus Futures-Kontrakten auf unterschiedliche Rohstoffe zusammen. Diese Futures werden an verschiedenen Warenterminbörsen der Welt – vornehmlich in Chicago und New York - gehandelt. U.R.

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