Zeitung Heute : Zwiebelmarmelade

Von Carmen Krüger

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Rote Zwiebelmarmelade, das ist eine Beilage, die zu vielem passt: zu kurz gebratenem Kaninchenfilet, Entenbrust, geschmortem Fleisch, auch zu Kalbsleber – besser sogar als frische Zwiebeln. Die Marmelade kann man auch vorbereiten, die hält sich im Kühlschrank, man muss sie bloß noch mal ein bisschen warm machen.

300 Gramm rote Zwiebeln braucht man dazu, einen Esslöffel frische Majoranblätter – das ist wichtig, dass das frische sind –, 50 Gramm Butter und 50 Milliliter Rote-Bete-Saft. Den gibt’s im Reformhaus, den soll man ja auch trinken, der ist sehr gesund. So, die Zwiebeln werden in Scheiben geschnitten und in Butter glasig gedünstet mit der Hälfte vom Majoran; mit dem Rote-Bete-Saft löscht man dann ab. Das lässt man jetzt ein bisschen einkochen, so, dass die Zwiebeln nachher noch bissfest sind: Die roten sind ja widerstandsfähig, die zerfallen nicht so schnell wie eine Schalotte.

Dann gibt man einen Esslöffel Semmelbrösel rein, zum Binden, das Ganze wird abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer, und am Schluss kommt der frische Majoran drunter, der gibt so einen herrlichen Geschmack. Die Marmelade ist richtig schön kräftig, ein bisschen süßlich, ein bisschen säuerlich.

Carmen Krüger ist Chefin von Carmens Restaurant in Eichwalde bei Berlin

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