Der Tagesspiegel : Zeugnisse: Kritik an den neuen "Kopfnoten"

Zum Schuljahresabschluss haben gestern 417 000 Mädchen und Jungen ihre Zeugnisse erhalten, die erstmals die so genannten "Kopfnoten" aufwiesen - ausformulierte Beurteilungen für Lerneinstellung, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, Urteils- und Teamfähigkeit, die nach einem speziellen Katalog formuliert werden. Die Junge Union kritisierte den nach ihrer Ansicht verwirrenden Vergabemodus der "Kopfnoten". Er erinnere "an einen Lottoschein mit 25 Kombinationsmöglichkeiten", erklärte Landesgeschäftsführer Sebastian Schütze. Die JU plädiert für die Einführung der traditionellen Kopfnoten "Mitarbeit", "Ordnung" und "Verhalten". Zudem sollten die bisher von der Bewertung ausgenommenen sechsten Klassen einbezogen werden. Statt einer verbalen Einschätzung müssten Noten von 1 bis 6 vergeben werden. Der Sprecher des Potsdamer Bildungsministeriums, Martin Gorholt, begründete die fehlenden "Kopfnoten" für die 6. Klassen damit, dass jeder Schüler beim Abgang von der sechsjährigen Grundschule ohnehin ein ausführliches Gutachten erhalte. Darin sei ohnehin eine ausführliche Bewertung des Sozialverhaltens enthalten.

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