Der Tagesspiegel : Zöllner gegen Missbrauchs-Beauftragten

Trotz des Skandals am Canisius-Kolleg zweifelt der Berliner Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD) am Sinn eines speziellen Missbrauchs-Beauftragten. «Dieser Bereich ist so sensibel, dass er nicht durch Formalien oder die Einsetzung eines Beauftragten regelbar

Berliner Canisius-Kolleg
Am Canisius-Kolleg sollen zwischen 1975 und 1982 rund 20 Kinder und Jugendliche missbraucht worden sein.

Berlin (dpa/bb)Trotz des Skandals am Canisius-Kolleg zweifelt der Berliner Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD) am Sinn eines speziellen Missbrauchs-Beauftragten. «Dieser Bereich ist so sensibel, dass er nicht durch Formalien oder die Einsetzung eines Beauftragten regelbar ist», sagte Zöllner dem «Tagesspiegel» (Samstag). Er neige eher zur Einsetzung von Ansprechpartner an den einzelnen Schulen, «weil das persönliche Vertrauensverhältnis in diesem Kontext eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt». Die Bildungsverwaltung hat nach Zöllners Worten bereits seit zwei Wochen Kenntnis von den Missbrauchsfällen an der Berliner Jesuiten-Schule.