Zuschussprogramme : Viele fördern die Energie-Sanierung

Tanja Vedder (dpa)

Öl wird immer teurer, die Gaspreise steigen kontinuierlich: „Energetische Sanierung“ lautet das Schlüsselwort. Noch besser: Die Investitionskosten müssen Häuslebauer oder Sanierer nicht komplett selbst tragen. Bund, Länder, Gemeinden und selbst Energieversorger bieten eine Fülle von Förderprogrammen an, die sich zum Teil auch kombinieren lassen.

Einen ersten Überblick über die diversen Kredit- und Zuschussprogramme bieten Fördergeldrechner im Internet. Eine der umfangreichsten Datenbanken gibt es unter www.foerderdata.de. Dort finden sich etwa 4900 verschiedene Förderungen. Der Immobilienbesitzer kann gezielt nach Standort und geplanter Sanierungsmaßnahme suchen und so seine persönliche Fördermittelauskunft samt Ansprechpartnern erstellen.

Eine kostengünstige Einstiegsberatung zum Thema Energiesparen und Förderung gibt es auch in den Verbraucherzentralen. Wer einen praxisnäheren Rat sucht, sollte sich an einen sogenannten Vor-Ort-Energieberater wenden. Er checkt das Haus und gibt konkrete Empfehlungen zur Modernisierung und den nutzbaren Förderprogrammen. Auch für die Energieberatung vor Ort kann der Verbraucher Fördermittel beantragen: Das Bundesministerium für Wirtschaft zahlt bis zu 360 Euro.

Der wohl bekannteste Kreditgeber für Sanierungsvorhaben in Deutschland ist die staatliche KfW Bankengruppe. 3,2 Milliarden Euro flossen 2007 in drei Programme. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm gewährt Immobilienbesitzern für eine umfassende energetische Sanierung einen Kredit, einen Tilgungszuschuss oder einen Zuschuss. Einzelmaßnahmen betrifft das Programm „Wohnraum Modernisieren – Öko plus“. Daneben gibt es das Neubauprogramm „Ökologisch Bauen“ für Passiv- und Energiesparhäuser (ESH 40). „Immobilienbesitzer können die Förderung direkt über eine beliebige Hausbank beantragen“, erläutert Holger Schwabe von der KfW. Lediglich in der Zuschussvariante beim CO2-Gebäudesanierungsprogramm geht der Antrag direkt an die KfW.

Für einige Förderprogramme ist neben dem Antrag auch ein Energiebedarfsausweis nötig. Aber: „Die Empfehlungen dort sind zu grobmaschig“, rät Andreas Stücke von Haus & Grund. Sinnvoll sei, in eine Energieberatung zu investieren, bei der geklärt wird, was in welcher Reihenfolge saniert werden muss. Die Deutsche Energieagentur (dena) rät unterdessen Hausbesitzern, die Fördermittel beantragen wollen, dies noch in diesem Jahr zu tun. „Derzeit gibt es attraktive Angebote“, sagt dena-Mitarbeiter Christian Stolte. So lasse sich beispielsweise das Marktanreizprogramm des Bundesamts für Außenwirtschaft (BAFA), das auch neue Heizungen mit Solaranlagen fördert, gut mit KfW-Mitteln kombinieren. „Wir gehen aber davon aus, dass viele Programme modifiziert werden“, so Stolte. Hintergrund ist das Klimapaket der Regierung.

Förderer im Internet:
www.bmwi.de
www.kfw-foerderbank.de
www.bafa.de

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