Zweite Liga : Jörn Andersen neuer Trainer in Offenbach

Neuer Coach, altbekannt: Jörn Andersen übernimmt das Training bei Zweitligist Kickers Offenbach. Der Norweger tritt dort die Nachfolge von Wolfgang Frank an, der nach dem 0:6 im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock zurückgetreten war.

Andersen Foto: ddp
Jörn Andersen als Trainer Essens 2004. -Foto: ddp

OffenbachDer ehemalige Bundesliga-Profi Jörn Andersen wird neuer Trainer von Zweitligist Kickers Offenbach. Der Norweger tritt die Nachfolge von Wolfgang Frank an, der im Anschluss an die 0:6-Niederlage im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock seinen Hut genommen hatte.

Nach mehrstündigen Verhandlungen am späten Montagabend wurde der zuletzt in Griechenland tätige Andersen bereits am Morgen um zehn Uhr präsentiert und leitete im Anschluss das Training des Tabellen-14. Der 44-Jährige wird erstmals am Freitag (18 Uhr/live bei Premiere) im Hessenderby gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden auf der Offenbacher Trainerbank sitzen.

Andersen fungierte in der Bundesliga von Juni 2005 bis Mai 2006 als Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach. Zuvor hatte er als Chefcoach Rot-Weiß Oberhausen in der Saison 2003/2004 auf Platz fünf geführt, war aber dann im Oktober 2004 entlassen worden. Für Aufsehen hatte Andersen Ende vergangenen Jahres gesorgt, als er in der norwegischen Tageszeitung Verdens Gang sagte, dass er als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft vorgesehen war und mehrere Gespräche mit Bundestrainer Joachim Löw geführt habe. Andersen behauptete, den Posten aufgrund seiner Nationalität nicht bekommen zu haben.

Erster ausländischer Torschützenkönig

Während seiner Profizeit als Spieler bei Eintracht Frankfurt war Andersen in der Spielzeit 1989/1990 mit 18 Treffern als erster Ausländer Torschützenkönig der Bundesliga geworden. 1998 hatte Andersen, der unter anderem für den 1. FC Nürnberg, den Hamburger SV, Fortuna Düsseldorf sowie Dynamo Dresden spielte, seine aktive Laufbahn beendet. Im Juni 2007 hatte der Blondschopf seinen Vertrag beim griechischen Klub Skoda Xanthi nach nur einem Monat aus persönlichen Gründen aufgelöst.

Wolfgang Frank hatte die Konsequenz aus dem Pokal-Aus gezogen, nachdem der OFC-Vorstand die Spieler nach der Pleite zu einem Gespräch ohne Trainer gebeten hatte. Frank, der sein Amt bei den Kickers am 25. Januar 2006 als Nachfolger von Hans-Jürgen Boysen angetreten hatte, hatte dies als Vertrauensbruch angesehen.

Eine Einigung mit Wolfgang Wolf, Peter Neururer bzw. Michael Frontzeck, die ebenfalls als Kandidaten beim OFC galten, war nicht zustande gekommen. (mit sid)