Der Tagesspiegel : Zwölf Bergbau-Seen seit 1998 verkauft Bundeseigene Gesellschaft bietet größere Gewässer den Ländern an

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Senftenberg. Die Lausitzer und Mitteldeutsche BergbauVerwaltungsgesellschaft (LMBV) hat in Brandenburg bislang Bergbauseen mit einer Fläche von mehr als 1500 Hektar verkauft. „Seit 1998 haben zwölf Seen einen Käufer gefunden. Das waren meist Anliegergemeinden, die ein Vorkaufsrecht haben, aber auch Naturschutzverbände und deren Stiftungen“, sagte Unternehmenssprecher Uwe Steinhuber.

Zurzeit verhandelt die LMBV mit der Gemeinde Lichterfeld im Elbe-Elster-Kreis über den Verkauf des 333 Hektar großen Bergheider Sees im früheren Tagebau Klettwitz-Nord. Am Seeufer zieht die weltgrößte Abraumförderbrücke F 60 die Touristen an. Der größte bisher verkaufte Bergbausee, der 436 Hektar große Cospudener See wurde an die benachbarten Städte Markkleeberg und Leipzig veräußert. Auf der Verkaufsliste standen außerdem kleinere Gewässer in Bergbaugruben, darunter der 95 Hektar große Stoßdorfer See im früheren Tagebau Schlabendorf-Nord am Rande des Spreewaldes.

Am interessantesten sind aus Sicht der LMBV die großen Bergbauseen mit einer Fläche von 500 bis über 1000 Hektar. „Wir halten es für günstig, wenn diese Seen an die Länder gehen, weil der Aufwand für die Nachsorge sehr hoch ist“, sagte Steinhuber. Bisher bestehe die Absicht, zwölf große Seen und Seenverbünde den Ländern Brandenburg und Sachsen anzubieten. Allerdings zögerten die Länder wegen der angespannten Haushalte mit dem Kauf. „Wir wollen aber die kompletten Seen verkaufen und nicht nur die lukrativen Uferstreifen, weil wir sonst auf den Wasserflächen sitzen bleiben.“ Steinhuber wies darauf hin, dass die Bergbauseen nicht unter Zeitdruck abgegeben werden müssen, weil es die bundeseigene LMBV noch bis 2007 gibt. dpa

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