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Anzeige : Deutsche Oper Berlin – Saison 2019/2020

Deutsche Oper Berlin – Herbst 2019

Jacques Offenbach: LES CONTES D’HOFFMANN

Eine Freundin ist die Muse dem Dichter nicht, wenn es um dessen Lebensglück geht. Einem Weinfass entsteigend verführt sie ihn, während er auf seine Geliebte Stella wartet, zum Fabulieren: Über die Liebe zum Automaten Olympia, die zum Verstummen verdammte Sängerin Antonia und die Kurtisane Giulietta, die ihm das Spiegelbild raubt. Als die wahre Geliebte schließlich erscheint, weist Hoffmann, durch die eigenen Geschichten und den Alkohol vollkommen zermartert, diese schroff zurück.

Der Künstler Hoffmann ringt in Offenbachs Oper mit Genie und Wahnsinn, Jugendträumen, verliebter Inspiration und abgeklärtem Handwerk. In tiefem Alkoholrausch spinnt er drei Geschichten über seine unglücklichen Lieben. Die drei Frauengestalten seiner Erzählungen spiegeln Frauenbilder und Künstlerinnenschicksale der Epoche, während im ominösen Dr. Miracle alias Lindorf frühe psychologische Diskurse um Hysterie und Mesmerismus auf die Bühne treten. „Man ist groß durch die Liebe und größer durch die Tränen“, vielleicht sogar unsterblich, weiß die Muse.

24., 30. Oktober; 8. November 2019

Besetzungen, Informationen, Fotos und Trailer


Unterwegs zu einer neuen Oper: HEART CHAMBER von Chaya Czernowin

HEART CHAMBER nennt Chaya Czernowin ihr neuestes Musiktheater und zielt damit in mehrfacher Hinsicht ins Innerste. Sie stellt sich in die jahrhundertealte Tradition der Oper, die seit ihren allerersten Anfängen stets dem Herzen und seinen Erregungen den zentralen Platz einräumte. Eine „Erforschung der Liebe“ im 21. Jahrhundert nimmt sich Czernowin vor und begegnet dem romantischen Liebesbegriff mit Zweifeln und Destruktion, gleichwohl sie ihre Hoffnung doch auf eine Utopie der Liebe setzt. Im Zentrum von HEART CHAMBER steht eine sich entwickelnde Liebesbeziehung zweier Menschen und die Kräfte, die daraus hervorgehen: Sie pendeln zwischen Anziehung und Abstoßung, zwischen der Sehnsucht, miteinander zu verschmelzen, und dem Wunsch nach Unabhängigkeit. Chaya Czernowin schreibt eine Oper über die kleinsten und größten Momente in der Begegnung zweier Herzen: In HEART CHAMBER können ihre Regungen als fragile Klänge wie Figuren durch den Raum geschickt werden und den einzelnen Zuschauer zum intimen Zwiegespräch einladen. Oder sie verdichten sich zu voluminösen Wolken von Orchester und Elektronik, um sich dann im gewaltigen Klangrausch zu entladen.

Chaya Czernowins Uraufführungen im Musiktheater wurden stets als besondere Ereignisse gefeiert: Sowohl PNIMA … INS INNERE aus dem Jahr 2000 als auch 17 Jahre später INFINITE NOW zeichneten die Kritiker der Zeitschrift „Opernwelt“ als „Uraufführungen des Jahres“ aus. Ein kongenialer Partner war dabei mehrfach Regisseur Claus Guth, der nach PNIMA und ZAIDE/ADAMA, uraufgeführt bei den Salzburger Festspielen 2005, nun mit HEART CHAMBER zum dritten Mal ein neues Werk von Chaya Czernowin in Szene setzt.

Uraufführung am 15. November; 21., 26., 30. November; 6. Dezember 2019
Besetzungen, Informationen, Fotos und Trailer


Startschuss: Konzeptionsgespräch
Zu Beginn der Proben geben Chaya Czernowin und Claus Guth gemeinsam erste Einblicke in das Stück und das Inszenierungskonzept von HEART CHAMBER. Ausstatter Christian Schmidt zeigt Skizzen und Entwürfe zu Bühne und Kostümen.

7. Oktober 2019, 19.30 Uhr / Foyer



»Liebe ist …« – Chaya Czernowin präsentiert: Liebeslieder durch die Jahrhunderte
In einer Matinee lädt Chaya Czernowin drei Wochen vor der Uraufführung ein, die Liebe in der Kunst verschiedener Epochen zu erforschen. Sie bringt eine ganz persönliche Auswahl von Liedern und Texten mit, die den Bogen spannen vom Barock bis zur Moderne.

27. Oktober 2019, 11.00 Uhr / Foyer



Feminae. Komponistinnen im Fokus
Wo sind die Frauen in der Kompositionsgeschichte? Nur einige wenige wagten sich in die männerdominierte Kunst vor, bis heute sind die meisten historischen Komponistinnen kaum bekannt. Es erklingen Werke von Hildegard von Bingen, Isabella Leonarda, Clara Schumann, Amy Beach, Rebecca Clarke, Grażyna Bacewicz, Lili Boulanger und Chaya Czernowin

28. Oktober 2019, 20.00 Uhr / Tischlerei



Fast am Ziel: Opernwerkstatt
Die Premiere naht: Bei den Endproben auf der Hauptbühne im originalen Bühnenbild nimmt die Produktion den letzten Schliff an. Die Opernwerkstatt bietet einen Einblick in diese »heiße Phase« mit einem Probenbesuch und anschließendem Gespräch mit den Beteiligten.

11. November 2019, 18.30 Uhr / Foyer



Symposion: Neues Musiktheater
Neues Musiktheater spielt an der Deutschen Oper Berlin eine gewichtige Rolle. Anlässlich der Uraufführung von HEART CHAMBER widmen sich Vorträge, Diskussionen, ein Live-Composing und Workshops einer Standortbestimmung des Musiktheaters des 21. Jahrhunderts.

15. – 17. November 2019 / Foyer

Giacomo Puccini: La Bohème

An einem frostigen Weihnachtstag in einem Pariser Dachatelier versuchen Rodolfo, der Schriftsteller, und Marcello, der Maler, zu arbeiten. Sie hungern, haben kein Brennmaterial für ihren Ofen und kein Geld für die Miete. Colline, der Philosoph, wollte Bücher ins Leihhaus bringen und kommt unverrichteter Dinge zurück. Der Musiker Schaunard hatte mehr Glück, er bringt Esswaren, Brennholz, Zigarren und Geld. Die Freunde gehen ins Café Momus, nur Rodolfo will arbeiten. Er wird gestört von einer Nachbarin, die um Licht bittet, dabei einen Schwächeanfall erleidet und ihren Wohnungsschlüssel verliert. So verliebt sich Rodolfo in Mimì, die Stickerin, die unheilbar an Tuberkulose erkrankt ist. Zwei Monate später lässt er sie im Stich, weil er es nicht aushält, hilflos zuzusehen, wie sich Mimìs Krankheit in seiner armseligen kalten Behausung verschlimmert. Sechs Monate später bringt Musetta, die lange Zeit die Geliebte Marcellos war, Mimì todkrank zurück. Musetta gibt ihre Ohrringe hin, um Medizin zu kaufen, Colline seinen Mantel. Mimì ist dankbar und glücklich. Rodolfo glaubt, sie sei in einen heilsamen Schlaf verfallen. Aber Mimì ist tot.

„Ich kenne niemanden, der das Paris dieser Zeit so gut beschrieben hat wie Puccini in LA BOHEME“, schwärmt Claude Debussy. Puccinis tonmalerische Elemente und seine musikalischen Schilderungen des Ambientes verbreiten ihren Zauber vom ersten Bild an: Sei es, wenn Rodolfo und Marcello ein Dramenmanuskript verbrennen oder der Dichter der ohnmächtigen Mimì das Gesicht benetzt, wenn im zweiten Bild der Chor der Volksmenge mit dem für die Militärparade eingesetzten Bühnenorchester kontrastiert wird, oder wenn im dritten Bild mit sparsamen, ausgesuchten musikalischen Mitteln die Atmosphäre eines kalten Wintermorgens entsteht.


13., 19., 20., 23., 26. Oktober 2019

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Tickets und Informationen
Anfahrt

Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin