• Direkt im Herzen Litauens bietet sich die Möglichkeit, Orte voller Geschichte, Geheimnisse und interessanter Fakten zu besichtigen
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Advertorials : Direkt im Herzen Litauens bietet sich die Möglichkeit, Orte voller Geschichte, Geheimnisse und interessanter Fakten zu besichtigen

Litauen ist einer der Staaten auf dem alten Kontinent mit der ältesten und tiefsten Geschichte. Die zweitgrößte Stadt Litauens, Kaunas, und Umgebung reizen mit einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Zeiten, die alljährlich viele Touristen aus der ganzen Welt anlocken. Wir stellen drei Orte vor, die sie geradezu besuchen müssen, wenn Sie in Kaunas sind.

Erfahren Sie, unter welchen Bedingungen die litauischen Partisanen lebten.

Etwas weiter von der Stadt entfernt, im finsteren Forst von Drapakampis befindet sich der Erdbunker der Partisanen von Papiskiu-Novos, in dem während des II. Weltkriegs ein Feldlazarett betrieben wurde. Von 1944 bis 1945 wurde dieses Versteck zur Heimat und zweitem Zuhause für 19 mutige Waldbrüder, die gegen die damalige sowjetische Besatzung kämpften.

Solche und ähnliche Verstecke gab es in Litauen während des Krieges viele, sie wurden aber energisch vom Feind bekämpft. Mit dem Ende der Partisanenbewegung wurden diese Verstecke von den Eigentümern der Höfe oder Wälder zerstört oder die Natur holte sie sich selbst zurück. Ein ähnliches Schicksal erlitt auch der Partisanenbunker Papiskiu-Novos, der durch natürliche Umstände einfach zerfiel. Schließlich, nachdem die historisch bedeutsame Bunker mehrfach wieder erbaut wurde, fand er 2013 Eingang in das Register für das Kulturerbe.

Wenn Sie sich entscheiden, diesen Bunker aufzusuchen, gelangen Sie durch einen engen Abstieg in den ziemlich kleinen Raum. Nun können Sie besichtigen und einschätzen, unter welchen Bedingungen damals die Partisanen lebten.

 

Besuchen Sie die illegale Druckerei, die zu einem Symbol für Freiheit und Widerstand geworden ist

Bei der Weiterreise durch den Kreis Kaunas empfehlen wir, das Dorf Saliai in die Strecke einzubeziehen. Denn genau hier war von 1981 bis 1990 die einzige Untergrunddruckerei AB in Betrieb, die nie gefunden wurde. Die von drei mutigen Litauern, Vytautas Andziulis, Birute Andziuliene und Juozas Bacevicius, gegründete Druckerei nutzte eine von Hand zusammengesetzte Druckmaschine um über fast ein Jahrzehnt 23 verschiedene religiöse und patriotische Schriften, die zu jener Zeit vom Sowjetregime verboten waren, zu drucken und diese zu verbreiten.

Nachdem V. Andziulis bereits verstorben ist, kümmert sich seine Frau Birute immer noch um das Erbe. Jetzt gibt es in der ehemaligen Druckerei ein Museum. Interessant dabei ist, dass die Untergrunddruckerei im Gewächshaus der Familie Andziulis eingerichtet wurde, tief unter der Erde und auch heute ist diese Druckerei besonders geheim, um sie zu finden muss man nicht nur um das Haus herumgehen, sondern auch noch durch das Gewächshaus.

Im Versteck angekommen, können Sie besichtigen, wie damals die Druckeinrichtung aussah. Hier werden auch Kopien von Dokumenten aus dem Kampf gegen Nazis und Sowjetmacht, Untergrundpublikation, Fotos aus dem Widerstand ausgestellt.

 

Sehen Sie, welche Bauwerke früher die Stadt schmückten

Wenn Sie direkt im Stadtzentrum zu Gast sind, nutzen Sie die Gelegenheit, die Reste der Stadtbefestigung anzusehen, den Müllerturm und einen Rest der Stadtmauer.

Die Stadtmauer aus dem 17. Jh. ist eins der ältesten Bauwerke aus dieser Periode in der ganzen Stadt. Man ist der Auffassung, dass es neben dem zweistöckigen, aus roten Backsteinen gemauerten Turm noch einen zweiten gleichartigen Turm in der Stadtmauer gegeben habe.

Die Hauptfunktion des Müllerturms lag in der Verteidigung. Im ersten Stockwerk waren Schusswaffen gelagert und im zweiten Stock 17 Schießscharten eingerichtet. Im 19. Jh. war hier eine Werkstatt mit folgenden verschiedenen Nutzungsweisen. Heut befindet sich hier ein Restaurant, wo Sie vor der Weiterreise litauische Gerichte und Getränke ausprobieren können.

 

Das ist nur eine der Routen aus dem Projekt „584 km“. Dieses Projekt lädt zu einer 584 Kilometer langen Reise entlang der interessantesten Sehenswürdigkeiten aus dem Zweiten Weltkrieg in Litauen ein. Strecken oder Ideen dazu finden Sie auf der Projektwebseite www.584km.lt oder über Herunterladen der App (vom App Store oder von Google Play).