• Unterirdische Tunnel und Verstecke am Meer sind nur ein Teil dessen, was Sie in Klaipeda sehen können: Reiseroute durch die Geschichte der Hafenstadt
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Advertorials : Unterirdische Tunnel und Verstecke am Meer sind nur ein Teil dessen, was Sie in Klaipeda sehen können: Reiseroute durch die Geschichte der Hafenstadt

Ein Wochenendausflug oder eine Kurzreise in die Perle des an deutscher Architektur reichen Memellandes, in das heutige Klaipeda, dürfte jedem gefallen. Die Reste der Burg, die bis auf die Kreuzritter zurückreicht, ein Militärbunker am Meer, unterirdische Luftschutzräume aus dem Weltkrieg, ein Fort, in dem heute das Meeresmuseum Klaipeda untergebracht ist – das sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, die sogar in der kalten Jahreszeit von Interesse sind. Wir stellen sieben Sehenswürdigkeiten vor, die für allein oder mit Familie Reisende oder auch für Pärchen auf der Suche nach romantischen Orten einen Besuch wert sind.

Von der großartigen Memelburg zeugen noch deren Bastionen

Reisende, die die ganze ruhmreiche Geschichte der Stadt Klaipeda kennenlernen möchten, sollten unbedingt einen der ältesten Orte der Hafenstadt, von wo aus die Stadt gewachsen ist, aufsuchen. Die Burg zu Klaipeda, damals Memelburg genannt, wurde bereits in der Mitte des 13. Jh. erwähnt, ihre Geschichte währte sechs Jahrhundert um schließlich zu erlöschen. Von der ruhmreichen Geschichte und dem traurigen Schicksal zeugen immer noch zwei Bastionen und dorthin führenden unterirdischen Gänge, die westliche Kurtine und ein Teil des Wallgrabens.

Das Schicksal und der Verwendungszweck der Burgreste ändern sich ständig. Während des Zweiten Weltkriegs, zum Beispiel, war in den Burgresten die Stellung einer Flak-Batterie eingerichtet, in der östlichen Kurtine eine Zisterne für U-Boot-Diesel. Heute kann man in dem Gang, der zur Friedrichsbastei führte, das Burgmuseum, eine Filiale des Museums Kleinlitauen, besuchen, wo Sie sich nicht nur mit der Geschichte der Stadt und der Burg bekanntmachen können, sondern auch viele der hier ausgegrabenen archäologischen Funde besichtigen können. Die Reste der Burg von Klaipeda sollte jeder auf seiner Reiseroute einbeziehen, denn die großartige Geschichte wird auch das Interesse der kleinsten Familienmitglieder wecken.

 

Dem Meer nächstgelegener Bunker

Um das Memelland näher kennenzulernen, empfiehlt sich ein Besuch des aus Batterien und Bunkern bestehenden Verteidigungsrings von Klaipeda. Wenn Sie suchen, was man im Urlaub, den man allein verbringt, machen kann, ist dieses ehemalige militärische Objekt von einst großer strategischer Bedeutung einen Besuch wert. Wir versprechen, dass Sie nicht enttäuscht sein werden und dass vor Allem Militärinteressierte auf ihre Kosten kommen.

Mit dem Bau dieses Verteidigungssystems begann man gleich nachdem Deutschland 1939 das Memelland per Ultimatum von Litauen zurückverlangte und bekam.  Um Memel vor Bombardements durch Flugzeuge oder Artillerie sowjetischer oder anderer Armeen zu schützen, begann man mit dem Ausbau von Flak-Batterien, womit die Stadt zur Festung wurde.  Zur Verteidigung wurden sechs Flak-Batterien eingerichtet, bestehend aus Stahlbetonbunkern für die Besatzung, Munition und Geschütze und mit Stahl überdachten Höfen.

In eine der Batterien in Smiltyne, auf dem sogenannten Schweinerücken, wurden die damals leistungsfähigsten Flugabwehrgeschütze gebracht, die Ziele in der Luft und auf Wasser bis auf 20 Kilometer Entfernung bekämpfen konnten. Diese und andere Luftabwehrgeschütze halfen dabei, dass Klaipeda im Oktober 1944 sich noch 115 Tage halten konnte, länger als alle anderen damals zu Deutschland gehörenden Städte.

Der Hafen Klaipeda wurde derweil durch Artillerie geschützt, die in zwei Blöcken in mehreren Batterien angeordnet waren. Zwischen diesen Blöcken befand sich eine Feuerleitstelle, die sogenannte Schwarze Festung, für die Suche nach Zielen im Meer, Gerade diese Feuerleitstelle ist der Teil der Reste der Befestigungen aus dem Zweiten Weltkrieg, der am besten für den Besuch eingerichtet ist und zudem ist es der Bunker, der sich am dichtesten am Wasser befindet. Außerdem ist dort eine Ausstellung zur Kriegszeit eingerichtet.

 

Einst einer der größten Handelsplätze des frühen Mittelalters

Wer innere Ruhe sucht, wird diese am Burghügel Zarde, auch Kuncai genannt, finden, wo sich auch eine Siedlung befand. Wer gern allein reist, dürfte diese Sehenswürdigkeit daher gerne auf seinen Routenplan setzen. In der Umgebung kann man nicht nur spazieren, sondern diese auch untersuchen und Spuren der Menschen finden, die einst hier lebten. Denn genau hier stand im 13. Jh. eine Burg der Kuren: Zarde. Man vermutet, dass auf dem Territorium etwa ein halbes Tausend Menschen wohnte, und dass diese Siedlung nach Palanga der zweitgrößte Handelsplatz des frühen Mittelalters auf dem Gebiet des heutigen Litauens war.

Heutzutage werden auf dem Burghügel Zarde verschiedene, aus der alten Kultur der Balten stammende Kalenderfeste und andere Feierlichkeiten begangen, mit dem Besuch hier können Sie auch lebendige Geschichte erleben.

 

Das alte Observatorium als romantischer Treffpunkt

Wer es auf ein romantisches Date in der Natur anlegt, sollte diesen Ort unbedingt in die Reiseroute einbeziehen. Man sagt, dass schon vor Tausend oder noch mehr Jahren gerade auf dem Burghügel von Purmaliai eine Sternwarte mit Steinen, die noch heute besteht, eingerichtet war. Sie machen also keinen Fehler, wenn Sie sich für einen Besuch hier entscheiden und im Osten, am Rand des Ortes, in einer baumbewachsenen Mulde das alte Observatorium aufsuchen, wo Sie nicht nur die normalen Freuden eines Besuchs in der Natur finden, sondern auch noch die Himmelskörper beobachten können. Hier finden Sie zudem sechs besondere Steine, denn gerade an dieser Stelle beobachteten die Kuren den Himmel um die Tag-und-Nacht-Gleichen und die Sonnenwenden und die Mittagszeit festzustellen, darüber hinaus wurden hier auch den Göttern Opfer dargebracht.

 

Geschichte, die unter der Erde verborgen ist

Wer mit Familie oder Partner Reisende kann die Luftschutzkeller aus der Zeit der deutschen Geschichte in seine Reiseroute aufnehmen. Diese waren als kurzzeitige Fluchtorte bei Luftangriffen auf die Stadt konzipiert. Heute ziehen sie Besucher an, die sich mit der Geschichte bekannt machen möchten und durch legendenumwobenen Tunnel spazieren möchten. Es gibt Legenden, dass dieses Tunnelnetz einst von der Burg bis hin zum heutigen Meeresmuseum führte.

Einer der größeren Luftschutzräume befand sich in der Bangu-Straße, von dem der erhaltene Rest noch 15 Meter lang ist. Der andere Teil des Bauwerks wurde abgerissen. Einen Luftschutzraum hatten die Deutschen sogar auf dem Jonas-Hügel eingerichtet, dessen Länge betrug sogar 100 Meter. Derzeit ist keiner der Luftschutzräume offiziell für den touristischen Besuch ausgelegt, einige sind aber doch für den neugierigen Touristen zugänglich. Sodass man mit Familie oder Partner wirklich die Möglichkeit hat, Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs zu untersuchen.

 

Ein Fort, das zum Meeresmuseum wurde

Das einzige in Litauen erhaltene Bauwerk aus der Militärgeschichte Preußens der zweiten Hälfte des 19. Jh. ist das Fort auf der Kurischen Nehrung, heute auch als Kopgalis-Festung bezeichnet, wird vielen gefallen, besonders auch denen, die sich für Geschichte und Militär interessieren sowie den Kindern.

Der Bau des Forts begann 1865. Als Militärobjekt bestand es bis 1879. Später war dieses Bauwerk nicht mehr erforderlich, sodass hier einige Jahre eine Schule war und als das russische Militär Klaipeda eroberte, fanden Städter in der Kopgalis-Festung Zuflucht. Der Verwendungszweck änderte sich oft. So gab es etwa den Versuch, hier einen Stützpunkt für Grenzschutzboote zu etablieren, später übernahm das deutsche Militär das Objekt.

Heute ist in diesem Bauwerk in Smiltyne das Litauische Meeresmuseum eingerichtet. Beim Besuch können sie auch die ehemaligen Munitionslager, den Schießpulverspeicher, die unterirdischen Gänge und Kapponieren besichtigen. Anstelle der Geschütze werden in dem an interessanten Geschichten nicht knappen Museum aber ausgestellt.

 

Festungssystem zum Schutz von Klaipeda

Man erzählt, dass der romantische Name des Jonas-Hügels von einer einst hier befindlichen und nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten evangelischen Kirche St. Johannes stammt. Jedoch birgt dieser Ort eine besonders interessante Geschichte im Zusammenhang mit der Stadtverteidigung.

Im 17. Jh. wurde Klaipeda mit Festungsanlagen, Bastionen und Wallgräben im holländischen Stil umgeben.  Nach deren Bau und Rekonstruktion war die Stadt nach Osten und Süden von Bastionen umgeben, wodurch Klaipeda vor Angriffen diverser Truppen von Landseite her geschützt wurde. Später verloren sie jedoch ihre Bedeutung und sie wurden zum Abbruch freigegeben. Ungeachtet dessen sind auf dem Jonas-Hügel bei der Turgus-Straße Reste der vorgelagerten Festungsanlagen erhalten und restauriert. Diese Sehenswürdigkeit ist eine gute Wahl für alle, die mit Familie oder Partner reisen.

Das ist nur eine der Routen aus dem Projekt „584 km“. Dieses Projekt lädt zu einer 584 Kilometer langen Reise entlang der interessantesten Sehenswürdigkeiten aus dem Zweiten Weltkrieg in Litauen ein. Strecken oder Ideen dazu finden Sie auf der Projektwebseite www.584km.lt oder über Herunterladen der App (vom App Store oder von Google Play). Wenn Sie mit dem Telefon in der Hand reisen, dann lernen Sie die Sehenswürdigkeiten interaktiv kennen, wenn Sie am gewählten Punkt der Route ankommen, sehen Sie hier, wie der Ort früher ausgesehen hat. Auf der Webseite des Projekts finden Sie auch ein spezielles Spiel, wo Sie das auf der Reise erworbene Wissen anwenden können und so die Litauische Geschichte „retten“.