Am Jahrestag des Kriegsendes gab es in Karlshorst und Kloster Lehnin Aufmärsche von Neonazis
Jörn Hasselmann

Am Jahrestag des Kriegsendes gab es in Berlin-Karlshorst und Kloster Lehnin Aufmärsche von Rechtsextremisten. Am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Buch wurden rechte Parolen entdeckt.

Linksextremisten werfen Steine und Farbbeutel gegen die SPD-Landeszentrale und mehrere Jobcenter. Verletzte gab es bei den nächtlichen Anschlägen nicht. Der Schaden beträgt hunderttausende Euro.
Eine überraschende Wendung gibt es im Fall des in Spandau tot gefundenen Babys. Polizei und Staatsanwaltschaft rückten vom Vorwurf einer vorsätzlichen Tötung ab und halten nun einen Unglücksfall nicht mehr für ausgeschlossen.

Der 1. Mai verlief friedlich, doch danach ging es los: Brandanschläge auf S-Bahn, Jobcenter und die Berliner SPD-Zentrale. Damit hat der Innensenator ein Problem, das sich nicht mit massiver Polizeipräsenz regeln lässt.
Der 23-jährige Mann, der in der vergangenen Woche wegen des Todes eines Babys in Spandau festgenommen wurde, ist wieder frei. Ermittler halten einen Unglücksfall mit dem Morphiumpflaster für möglich

In der Nacht zum Freitag verübten Linksextreme Anschläge auf sechs Berliner Jobcenter, eine SPD-Zentrale und weitere Bürogebäude. Auf einer Internetseite der linken Szene tauchte nun ein Bekennerschreiben auf.

Keine Züge zwischen Westkreuz und Wannsee nach Feuer in Verteilerkasten Senator zieht 1.-Mai-Bilanz: Weniger Festnahmen, weniger verletzte Polizisten.

Zehntausende Fahrgäste waren betroffen, darunter viele Pendler von und nach Potsdam: Ein offenbar von Linksextremen verübter Brandanschlag hat am Donnerstag die Bahn-Strecke nach Wannsee lahm gelegt. Inzwischen wurde der Verkehr wieder aufgenommen.

Nach dem 1. Mai wollen Linksextremisten jetzt in die "besseren Wohngegenden", wie sie sagen. Und dort mit Anschlägen auf sich aufmerksam machen. Getroffen hat es die S7.

Vom Lausitzer Platz in Kreuzberg bis zum Brandenburger Tor: Noch nie verlief die abendliche Kundgebung am ersten Mai so friedlich wie in diesem Jahr, auch in der Nacht blieb es ruhig. Veranstalter und Innensenator zeigten sich zufrieden.
Polizeipräsenz, die anscheinend wirkte: Ungewöhnlich schnell löste sich die Revolutionäre Mai-Demonstration auf - insgesamt blieb es am Mittwochabend und auch in der Nacht ruhig. Tagsüber hatten tausende Menschen gefeiert und demonstriert. Der Ticker zum Nachlesen.

480 Rechtsextreme marschierten durch Schöneweide, die Polizei sperrte die Strecke nahezu perfekt ab. Der Versuch, den Aufmarsch zu verhindern, scheiterte. Es kamen nur 2000 Gegendemonstranten.
480 Rechtsextreme marschierten durch Schöneweide, die Polizei sperrte die Strecke nahezu perfekt ab. Der Versuch, den Aufmarsch zu verhindern, scheiterte. Es kamen nur 2000 Gegendemonstranten.

Unter Klaus Kandt und Frank Henkel zeigte die Polizei am 1. Mai massiv Präsenz – bis zum frühen Abend war diese Strategie erfolgreich. Der schwarze Block der Autonomen hat sich allerdings schon formiert.
Gegen steigende Mieten in Wedding - gegen Neonazis in Schöneweide: In Berlin gingen am Vorabend des 1. Mai tausende Menschen auf die Straßen. Zwischenzeitlich kam es zu kleinen Auseinandersetzungen mit der Polizei - insgesamt blieb es aber ruhig.

Von Dahlem über Kreuzberg bis nach Weißensee - in ganz Berlin wird am 30. April und 1. Mai getanzt, gegrillt und gefeiert. Hier gibt's Tipps und Events im Überblick.

Prominente und Politiker rufen zur Blockade auf der geplanten NPD-Demo in Schöneweide auf. Über die Route der linken 1. Mai-Demo entschied am Montag das Verwaltungsgericht. Die Demonstranten müssen die Rudi-Dutschke-Straße meiden.
Berlin - Das Bündnis „1. Mai – Nazifrei“ hofft, am Mittwoch in Schöneweide bis zu 10 000 Menschen mobilisieren zu können.
Prominente und Politiker rufen zur Blockade auf. Linke müssen Rudi-Dutschke-Straße meiden.
Der Innensenator ist von seiner Grippe wieder genesen. Sein Sprecher teilte am Montag mit, dass Frank Henkel (CDU) in der Walpurgisnacht und am 1.

Am 1. Mai 2010 beteiligte sich Wolfgang Thierse (SPD) an einer Sitzblockade gegen die NDP - und wurde dafür heftig kritisiert. Ob er auch in diesem Jahr an der Gegendemonstration teilnimmt, wisse er noch nicht.

Rund 3.000 Polizisten sind bei der Walpurgisnacht im Einsatz, am Tag darauf werden es 7.000 Beamte sein. Aber die allermeisten Menschen wollen friedlich feiern. Die Erfahrungen vom letzten Jahr lassen hoffen.

Zum elften Mal steigt das Myfest in Kreuzberg. Im vergangenen Jahr feierten dort 36 000 Menschen friedlich durch den ersten Mai. Auch in anderen Stadtteilen wird es Partys geben.