100 Bewohner vor Feuer gerettet : Ein Toter bei Brand in Neuköllner Hochhaus

Ein Mann ist in der Nacht zu Donnerstag bei einem Brand in Berlin-Neukölln gestorben. Etwa 100 Nachbarn mussten stundenlang ihre Wohnungen verlassen.

Tatort Gropiusstadt. Ein Feuerwehrmann wirft verbrannte Gegenstände aus dem Fenster der ausgebrannten Wohnung.
Tatort Gropiusstadt. Ein Feuerwehrmann wirft verbrannte Gegenstände aus dem Fenster der ausgebrannten Wohnung.Foto: Soeren Stache / dpa

Der Alarm kam um sechs Minuten nach Mitternacht. Im Käthe-Dorsch-Ring in Gropiusstadt eine Wohnung im sechsten Stock eines 14 Stockwerke hohen Hauses in Flammen. Als die Mitarbeiter der Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle bekommen hatte, fanden sie in der Wohnung eine leblose Person, sagte eine Sprecherin am Donnerstagmorgen. "Vermutlich der Mann, der die Möbel in der Wohnung angezündet hatte." Es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Suizid handelt, die genauen Umstände ermittelt derzeit die Polizei.

In der Wohnung befand sich zum Zeitpunkt des Brandes auch eine Frau, offenbar die Mutter des Mannes. Sie konnte sich selbst aus der Wohnung retten, wurde nach Angaben der Sprecherin mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Da sich über der brennenden Wohnung viele weitere Wohnungen befinden, entschied die Feuerwehr, diese räumen zu lassen, um Nachbarn vor Rauchgasvergiftungen zu schützen und auch um besser verhindern zu können, dass die Flammen auf andere Wohnungen überschlagen.

Großeinsatz. 50 Feuerwehrleute waren in der Nacht eingesetzt.
Großeinsatz. 50 Feuerwehrleute waren in der Nacht eingesetzt.Foto: Soeren Stache / dpa

Etwa 100 Bewohner der anliegenden Wohnungen mussten für einige Stunden im Hof des Wohnhauses ausharren, für mehrere Mütter mit Kindern wurden zwei Rettungswagen der Feuerwehr als Aufenthaltsort angeboten. Gegen 3 Uhr morgens konnten die Bewohner nach Angaben der Feuerwehrsprecherin dann wieder in ihre Wohnungen.

Hilfsangebote

Haben Sie dunkle Gedanken? Wenn es Ihnen nicht gut geht oder Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie sich melden können.

Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen finden Sie unter: www.telefonseelsorge.de

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