Abiturnoten im Überblick : Das sind Berlins beste Schnitte

Die Prüflinge erreichen wieder einen Durchschnitt von 2,4 – wie in den vergangenen Jahren. Mindestens 260 schafften eine 1,0.

Auf die Abiturienten ist Verlass: In Berlin liegt der vorläufig berechnete Schnitt bei 2,4 – wie in den vergangenen acht Jahren.
Auf die Abiturienten ist Verlass: In Berlin liegt der vorläufig berechnete Schnitt bei 2,4 – wie in den vergangenen acht Jahren.Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa

Die Berliner Abiturientinnen und Abiturienten haben wieder eine Punktlandung hingelegt: 2,4 lautet der Durchschnitt, es ist der gleiche wie in den vergangenen acht Jahren seit Einführung des Zentralabiturs. Eine Schnellauswertung, in die die Daten von 13.013 von insgesamt 14.866 Prüflingen eingeflossen sind, veröffentlichte die Senatsbildungsverwaltung am Freitag.

Einige Schulen sind also noch nicht in der Auswertung dabei, unter anderem das Arndt-Gymnasium in Dahlem. Dort hat Schülerin Muriel Olivia Henrich mit 1,0 und 898 von 900 Punkten wahrscheinlich das beste Abitur der Stadt erzielt. Dass noch nicht alle Daten berücksichtigt werden konnten, sei dem kurzen Schuljahr geschuldet, sagte eine Sprecherin.

Mehr als 95 Prozent der Abiturienten haben bestanden. 4,6 Prozent schafften es nicht, diese Quote ist etwas niedriger als im Vorjahr (fünf Prozent). Besonders erfreulich sei die Entwicklung in Neukölln, teilt die Bildungsverwaltung mit. Dort hat sich die Durchfallerquote mit 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (10,1 Prozent) fast halbiert.

Mindestens 260 Prüflinge haben das Abitur mit 1,0 bestanden, 154 schafften 1,1. Die Anzahl der Traumnoten könnte nach Auswertung aller Schulen noch steigen. 2018 gab es 269 Mal die 1,0 und 180 Mal die 1,1. Der Anteil der erfolgreichen Abiturienten, die nicht Deutsch als Herkunfts- oder Familiensprache angegeben haben, liegt bei über 21 Prozent. Er ist im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. 2018 lag er bei 19,6 Prozent, 2017 bei 17,7 Prozent. Dennoch sind Jugendliche mit Migrationshintergrund bei den Abiturienten unterrepräsentiert. Der Anteil von Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache liegt insgesamt bei 38,9 Prozent, an Gymnasien bei 26,9 Prozent.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) gratulierte den Prüflingen und dankte den Pädagogen, dass sie die Schüler „in einem extrem kurzen Schuljahr zum Erfolg geführt“ haben. Die besten Schulen (Abi-Schnitt in Klammern):

Öffentliche Gymnasien

Heinrich-Hertz-Gymnasium (1,76), Otto-Nagel-Gymnasium (1,81), Rosa-Luxemburg-Gymnasium (1,82), G.-F.-Händel- Gymnasium (1,88), Werner-v.-Siemens- Gymnasium (1,9), Beethoven-Gymnasium (1,97), Heinz-Berggruen-Gymnasium (2,0), Schadow-Gymnasium (2,01), P.-Natorp-Gymnasium (2,05), Johann- Gottfried-Herder-Gymnasium (2,07).

Öffentliche Sekundarschulen

John-F.-Kennedy-Schule (1,91), Nelson-Mandela-Schule (2,01), Flatow-Oberschule (2,03), Sportschule im Olympiapark/Poelchau-Schule (2,23), Sophie-Scholl-Schule (2,32), Martin-Buber-Schule (2,32), Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (2,37), Kurt-Tucholsky-Oberschule (2,38), Kurt-Schwitters-Schule (2,42), Gustav-Heinemann-Schule (2,45).

Freie Schulen

Berlin Cosmopolitan School (1,39), Berlin Bilingual School (1,63), Ev. Gymnasium zum Grauen Kloster (1,76), Kath. Theresienschule (Gymnasium; 1,86), Canisius-Kolleg (Gymnasium; 1,88), Moser-Schule (Gymnasium; 1,96), Bilinguale Schule Phorms Berlin Mitte (2,0), Kath. Schule Salvator (2,03), Ev. Schule Köpenick (Gymnasium; 2,14), Kath. Schule Liebfrauen (2,23).

Berufliche Gymnasien

Elinor-Ostrom-Schule (2,21), Staatl. Ballettschule und Schule für Artistik (2,26), Rahel- Hirsch-Schule (2,29), Max-Bill-Schule (2,47), Anna-Freud-Oberschule (2,51), Jane-Addams-Schule (2,57), Emil-Fischer-Schule (2,59), OSZ TIEM (2,59), Lise-Meitner-Schule (2,65), Max-Taut- Schule (2,66).

Kollegs und Abendgymnasien

Kolleg Schöneberg (2,14), Victor-Klemperer-Kolleg (2,2), Treptow-Kolleg (2,2), Charlotte- Wolff-Kolleg (2,35), Berlin-Kolleg (2,4).

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