Berlin : ALLES WIRD Knut

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14. März

Der Countdown beginnt. Die wahren Knut-Fans sollten sich nächste Woche freinehmen. Dann können wir Berlins Bärenliebling sehr wahrscheinlich live zu Gesicht bekommen. „Zu 99 Prozent bekommt Knut nächste Woche Besuch“, bestätigt Heiner Klös, Zoo-Kurator für Raubtiere. Nur die genauen Umstände sind noch nicht geklärt. Die Pfleger sind sich noch unsicher, ob die Zoopforte sofort für alle Berliner geöffnet wird und Knut schon einem riesigen Besucheransturm ausgesetzt werden kann. Vielleicht gibt es auch erst mal nur einen Pressetermin. Der Zoo-Kurator hat versprochen, die Details frühstmöglich bekannt zu geben – wir müssen uns nur noch ein bisschen gedulden.

Doch erst muss der kleine Bär noch besser laufen lernen. Auf allen Vieren tapst der Kleine ja schon länger, doch für seinen großen Auftritt soll Knut noch sicherer werden. Gut ist, dass der kleine Bär weiter zunimmt. Mittlerweile wiegt er zwischen 7600 und 7800 Gramm. So genau wissen die Pfleger das im Moment nicht, denn Knut hat keine Lust mehr auf der Waage stillzuhalten. Nicht nur die Bärenkräfte, auch der Bärentrotz werden immer größer. Für alle Fans, die nicht wollten, dass ihr Liebling jemals erwachsen wird, sei gesagt: Knut ist jetzt schon in der Trotzphase. Das ist aber „bärenmäßig normal“, sagt Heinar Klös. Knurren kann Knut auch immer besser wie ein Bär, vor allem, wenn es „nicht nach seinem dicken Eisbären-Schädel geht“, erzählt Heiner Klös. Mit Bärenkräften tobt Knut jetzt täglich im Innenhof, schüttelt sich und verschleißt so manchen Pfleger. Ziehvater Thomas Dörflein muss entlastet werden. Der Ersatz-Bärenpapi betreut Knut seit seiner Geburt am 5. Dezember und hat schon so viel blaue Flecken, dass auch mal die anderen Pfleger das Vergnügen haben sollen. „Knut ist ein netter Kerl, aber er ist eben ein Bär und agiert wie ein Raubtier“, weiß Klös. Der Kleine ist nun mal kein Kuscheltier. tuc

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