Attentat am Breitscheidplatz : Anlaufstelle für Terroropfer erhält Chefin

Seit Juli ist die Juristin Friederike von Holtum für den Aufbau, die Organisation und die Führung der neu eingerichteten Anlaufstelle verantwortlich.

Schriftvorlagen des Mahnmales für die zwölf Opfer des Terroranschlages auf dem Breitscheidplatz.
Schriftvorlagen des Mahnmales für die zwölf Opfer des Terroranschlages auf dem Breitscheidplatz.Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Mit Beginn dieses Monats hat die Juristin Friederike von Holtum die Leitung der neuen Zentralen Anlaufstelle für Opfer von Terroranschlägen übernommen. Im November 2017, ein knappes Jahr nach dem Attentat auf dem Breitscheidplatz, hatte der Senat die Einrichtung der Anlaufstelle beschlossen.

Von Holtum war zuletzt Referatsleiterin in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Zuvor war sie bei der Berliner Polizei unter anderem für die Bereiche Personal, Recht und den ärztlichen Dienst verantwortlich. Darüber hinaus leitete sie bei der Berliner Polizei unter anderem das Referat für Rechts- und Disziplinarangelegenheiten. Von Holtum ist jetzt für den weiteren Aufbau, die Organisation und die Führung der Anlaufstelle für Terroropfer verantwortlich.

Bessere Hilfe für Betroffene

Die Einrichtung soll im Falle eines Terroranschlages in Berlin – oder auch eines anderen Ereignisses mit einer Vielzahl von Verletzten und möglichen Todesopfern – für eine bessere Hilfe und Unterstützung der Betroffenen sorgen. Zu den Aufgaben wird es gehören, Betroffenen schnellstmöglich qualifizierte Auskünfte zu erteilen und sie in das Hilfenetzwerk der Beratungsstellen zu vermitteln.

An der Arbeit der Berliner Behörden wurde nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz heftige Kritik von Hinterbliebenen und Opfern laut. Erst vor kurzem kritisierte der Berliner Opferbeauftragte Roland Weber das Verhalten der Ämter in Bezug auf die gewährten Opferrenten. Die Bescheide seien nicht gut genug erklärt worden.

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