Berlin : AUS DEM GERICHT

-

Jugendgang erbeutete 12 000 Euro

Nach mehreren Überfällen sitzt seit Donnerstag eine Steglitzer Jugendgang vor dem Landgericht. Die sieben Angeklagten im Alter von 17 bis 21 Jahren – darunter drei Frauen – sollen bei Raubzügen mit Waffengewalt 12 000 Euro erbeutet haben. Laut Anklage wurden die Überfälle auf ein Sonnenstudio und zwei Getränkemärkte in einem Internetcafé geplant, das eine 21-jährige Angeklagte führte. Als Haupttäter gilt ein 17-jähriger Schüler. Ihm werden auch Überfälle auf Jugendliche vorgeworfen. Er soll sie mit einer anderen Clique ausgeraubt haben. K.G.

Mann wegen Missbrauchs angeklagt

Ein 64-jähriger Angeklagter aus Kreuzberg schwieg gestern zu den schweren Vorwürfen seiner Stief-Enkelin: Der frühere Taxifahrer soll sich zwischen 1990 und 1995 an dem anfangs sechs Jahre alten Mädchen vergangen haben. Die inzwischen 23 Jahre alte Frau sagte im Prozess, ihr Opa habe sie „bei jeder Gelegenheit, etwa alle drei Tage“ sexuell belästigt. Als die Übergriffe unter anderem im Lokal ihrer inzwischen verstorbenen Oma begannen, sei sie vom Stiefopa eingeschüchtert worden. „Das muss geheim bleiben, sonst sperre ich dich in den Keller“, habe er gedroht. Zu einer Anzeige hatte sich die Frau erst im Herbst 2004 entschlossen. K. G.

Kirchenstörer schrie im Gottesdienst

Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Kirchenstörer endete gestern mit Freispruch. Der 33-Jährige sei auf Grund einer psychischen Erkrankung nicht schuldfähig, befand das Landgericht. Der Mann hatte im September und Oktober 2003 bei Gottesdiensten in der St.-Konrad-Kirche in Hohenschönhausen durch laute Schreie massiv gestört. K. G.

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar