• Autofahrerin und mehrere Passanten attackiert: Bewährungsstrafe für aggressiven 27-Jährigen

Autofahrerin und mehrere Passanten attackiert : Bewährungsstrafe für aggressiven 27-Jährigen

Er hatte seine damalige Freundin brutal auf den Kopf geschlagen und Passanten angegriffen. Heute stand er vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten.

Der Prozess wird im Amtsgericht Tiergarten verhandelt.
Der Prozess wird im Amtsgericht Tiergarten verhandelt.Foto: Taylan Gökalp/dpa

Weil er als Autoinsasse die Fahrerin geschlagen und kurz danach drei helfende Passanten attackiert hatte, ist ein 27-Jähriger zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

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Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach den Mann am Donnerstag der vorsätzlichen sowie der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Ein 50-Jähriger sei durch einen Schlag so unglücklich gestürzt, dass er sich gravierende Verletzungen zugezogen habe, hieß es im Urteil. Der geständige Angeklagte muss zudem 1200 Euro an die Opferhilfe Berlin zahlen.

Der 27-Jährige saß bei dem Geschehen im November 2018 im Stadtteil Pankow auf der Rückbank im Auto seiner damaligen Lebensgefährtin. Als es zu einem Streit kam, habe er die Frau mit der Faust und dann mit der aus dem Sitz herausgezogenen Kopfstütze von oben auf den Kopf geschlagen, so die Anklage.

Seine Aggression ließ er an seiner Freundin und den Helfern aus

Nachdem die 25-Jährige gehalten hatte, sei der erheblich alkoholisierte Mann ausgestiegen und habe gegen den Seitenspiegel getreten. Ein Passant habe den 27-Jährigen zum Weggehen aufgefordert. Daraufhin habe er diesen und weitere Helfer attackiert.

Aus nichtigem Anlass habe der 27-Jährige seine damalige Freundin während der Fahrt angegriffen und dann seine Aggression gegen drei Helfer gerichtet, sagte die Vorsitzende Richterin.

Nicht bestätigt habe sich der Vorwurf, der Angeklagte habe den nach einem Schlag gestürzten 50-Jährigen gegen den Kopf getreten. Der Geschädigte hatte Hirnblutungen erlitten und habe nur durch intensivmedizinische Betreuung gerettet werden können. Auch die Staatsanwältin und der Verteidiger hatten auf Bewährungsstrafen plädiert. (dpa)

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