Bauarbeiten am Wittenbergplatz : U1 und U3 ab Montag unterbrochen

Die zweite Phase bei der Erneuerung des U-Bahnhofs Wittenbergplatz beginnt, deshalb fahren U1 und U3 dort nicht. Dafür fährt die U2 wieder.

Bauarbeiten bei der BVG erschweren Pendlern jetzt das Fortkommen - und erleichtern es später.
Bauarbeiten bei der BVG erschweren Pendlern jetzt das Fortkommen - und erleichtern es später.Foto: Daniel Naupold/dpa

Bei der S-Bahn gibt es an diesem Wochenende auf vielen Linien Einschränkungen. Am Montag beginnt zudem bei der BVG die zweite Phase der U-Bahn-Arbeiten am Wittenbergplatz – mit weitreichenden Folgen. Ein Überblick:

Die U2 ist so lange die einzige Ost-West-Linie

Nach acht Wochen Sperrungen in der West-City beginnt am Montag die zweite Phase bei der Weichenerneuerung am Wittenbergplatz. Seit dem 4. Januar waren die U2 und die U3 unterbrochen – nun werden die U1 zwischen Uhlandstraße und Gleisdreieck sowie die U3 zwischen Spichernstraße und Warschauer Straße gesperrt. Die U2 ist so lange die einzige Ost-West-Linie. Eine Umfahrung der gesperrten Abschnitte ist nur mit mehreren Umstiegen möglich.

Erschwert wird das Umsteigen wegen der noch zwei Jahre andauernden Bauarbeiten am U-Bahnhof Spichernstraße. Bekanntlich ist die Verbindungstreppe von der U9 zur U3 unzugänglich, dort entsteht ein Aufzug. Der oberirdische Umweg ist mehrere hundert Meter lang. Die schnellste Umfahrung der U3 ist also nicht möglich.

Das gute an Phase zwei: Sie dauert nur eine Woche. Am kommenden Sonntag soll die Großbaustelle fertig sein. Wie berichtet, wurden am Wittenbergplatz mehrere Weichen erneuert. Diese waren 50 Jahre alt und drohten zu zerbrechen. Eine von manchen Fahrgästen geforderte Verschiebung der Bauarbeiten in eine wärmere Jahreszeit hatte die BVG abgelehnt – Sicherheit gehe vor.

Phase 2 der Sperrungen beginnt am Montag
Phase 2 der Sperrungen beginnt am MontagFoto: BVG

Gute Nachrichten von der U7

Die Baustelle in der West-City hatte im Dezember Streit im Senat ausgelöst, da die BVG keinen Schienenersatzverkehr angeboten hat. Viele Berliner befürchteten Chaos, Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) musste einräumen, von den Sperrungen aus dem Tagesspiegel erfahren zu haben – was ihr Ärger vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) einbrachte. Müller forderte einen Ersatzverkehr. Einen solchen konnte und wollte die BVG aber nicht anbieten. Zum einen wurden alle Busse für die zeitgleich gesperrte U7 in Britz benötigt. Zum anderen mache ein SEV in der City keinen Sinn, weil Busse steckenblieben und es viele alternative Routen gäbe.

Gute Nachrichten gibt es von der U7: Eine Woche schneller als geplant fahren die Züge ab Montag wieder durch. Seit Anfang Januar war der Abschnitt Grenzallee bis Britz-Süd gesperrt. Im Herbst geht es weiter – dann wird die U6 im Süden für vier Monate zwischen Alt-Tempelhof und Alt-Mariendorf gesperrt.

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