• Bauarbeiten an Tram-Gleisen: Umstieg Landsberger Allee / Petersburger Straße für vier Wochen gesperrt

Bauarbeiten an Tram-Gleisen : Umstieg Landsberger Allee / Petersburger Straße für vier Wochen gesperrt

Bis Anfang Juni ist der wichtige Umsteigeknoten der Linien M5, M6, M8 und M10 gesperrt. Auf den Tramlinien M2 und M4 wird der Takt ausgedünnt.

In den nächsten Wochen gibt es Einschränkungen bei der Straßenbahn in Prenzlauer Berg.
In den nächsten Wochen gibt es Einschränkungen bei der Straßenbahn in Prenzlauer Berg.Foto: Getty Images/iStockphoto

Tram-Fahrgäste in Prenzlauer Berg müssen sich seit Montagmorgen auf Einschränkungen einstellen: Wegen Bauarbeiten an den Tram-Gleisen ist der Umsteigepunkt Landsberger Allee / Petersburger Straße am SEZ gesperrt. Die Unterbrechung dauert voraussichtlich bis zum 7. Juni um 21 Uhr, wie die BVG am Montag via Twitter informierte.

Die Linien M5, M6, M8 und M10 werden aufgeteilt und umgeleitet. An der Haltestelle Landsberger Allee / Petersburger Straße muss zwischen M5, M6 und M10 umgestiegen werden.

Parallel zu dieser Baustelle kündigte die BVG an, dass ab Montag, 13. Mai, die Straßenbahnen seltener fahren. Dafür sollen längere Züge eingesetzt werden, die mehr Fahrgästen Platz bieten.

Auf der Linie M2 gilt in der Hauptverkehrszeit ab heute ein 7/7/6-Minuten Takt statt eines 5-Minuten-Taktes. Durch die Umstellung von kurzen (30 Meter) auf lange (40-Meter) Züge des Typs Flexity wird das durch 60 zusätzliche Plätze "kompensiert", teilt die BVG mit. Sie bieten rund 60 Fahrgästen mehr Platz als die bisher eingesetzten Fahrzeuge.

Auf der Linie M4 fahren die Züge in der Hauptverkehrszeit ab dem 13. Mai alle vier Minuten. Bisher galt ein 3/3/4-Minuten-Takt. Zum Ausgleich werden auf der Linie ausschließlich gekoppelte Doppelzüge des Typs GT6 eingesetzt, in denen fast 60 Fahrgäste mehr Platz finden als in den bisher vorrangig eingesetzten Flexity-Zügen.

Größere Fahrzeuge, ausgedünnter Takt

Fazit der BVG: Durch den Einsatz größerer Fahrzeuge bleibt das Platzangebot dabei nahezu gleich. Außerhalb der Hauptverkehrszeit steigt die Kapazität der beiden Linien sogar deutlich, hier bleibt der Takt unverändert.

Die BVG-Grafik informiert über die Sperrung und Umleitungen (anklicken zum Vergrößern).
Die BVG-Grafik informiert über die Sperrung und Umleitungen (anklicken zum Vergrößern).Foto: BVG

Hintergrund ist die "schwierige Situation" mit dem "langfristig erhöhten Krankenstand", seit dem vergangenen Jahr, teilte die BVG schriftlich mit. Wie berichtet, war im vergangenen Jahr die Zuverlässigkeit deutlich gesunken. Durch fehlenden Vorrang an Ampelkreuzungen, Staus, Baustellen und das insgesamt erhöhte Verkehrsaufkommen muss die Straßenbahn aktuell täglich bis zu 14 ungeplante Züge (sogenannte Pausenzüge) ins Netz schicken, damit alle Fahrerinnen und Fahrer ihre gesetzlich geregelten Pausenzeiten einhalten können.

Die Konsequenz: Obwohl die BVG für die Straßenbahn rechnerisch mehr Fahrpersonal als benötigt unter Vertrag hat, führt dies leider zu Ausfällen an anderer Stelle. Zum Glück, so das Unternehmen, kann durch die Auslieferung fabrikneuer langer Flexity-Züge gegengesteuert werden“, sagt Rico Gast, Bereichsleiter Straßenbahn. Durch die Ausbildung neuer Fahrer werde man ab Ende August bei der Linie M4 zum bisherigen Takt zurückkehren.

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