Berlin : Bedauern über Ausscheiden des langjährigen S-Bahn-Chefs

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Überraschender Führungswechsel bei der S-Bahn: Der langjährige Chef Günter Ruppert geht im Mai in den Ruhestand – was auch außerhalb des Unternehmens auf großes Bedauern stößt. Ersetzt wird der 62-jährige Ruppert durch den 36 Jahre alten Tobias Heinemann aus dem Bahn-Konzern.

Offiziell lobte Bahnchef Hartmut Mehdorn den ausscheidenden Ruppert, der die S-Bahn zu einer der erfolgreichsten Firmen innerhalb des DB-Konzerns geformt habe. So sei die S-Bahn „das Verkehrsmittel der Hauptstadt schlechthin“ geworden. Die Zahl der Fahrgäste stieg seit 1998 um 100 Millionen auf zuletzt 370 Millionen pro Jahr. Jetzt vollziehe die S-Bahn einen Generationswechsel, teilte die Bahn gestern mit.

Ruppert hätte nach Tagesspiegel-Informationen das Unternehmen gerne auch noch länger geführt. Doch der betriebserfahrene Eisenbahner passe, wie es heißt, nicht mehr ins neue Konzept, nach dem die S-Bahn vor allem Kosten einsparen soll. Ruppert und seine Kollegen mit großer Betriebserfahrung hätten sich oft gegen Sparvorschläge gewehrt, die zu Lasten der Kunden gingen. Die wichtigste Aufgabe seines Nachfolgers bestehe darin, die Strukturen der S-Bahn „auf die sich verändernden Bedingungen einzustellen“, heißt es bei der Bahn.

Die SPD sowie die Linkspartei/PDS und der Fahrgastverband IGEB bedauerten gestern das Ausscheiden Rupperts. Berlin verliere einen höchst kompetenten und vor allem verlässlichen Manager. kt

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