BER schafft zahlreiche Arbeitsplätze : Eine Studie erwartet Tausend weitere

Die geplante Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER in diesem Jahr könnte weitere Arbeitsplätze sichern. Eine Studie erwartet bis zu 70 000.

Berlin Schönefeld BER Baustellenbegehung.
Berlin Schönefeld BER Baustellenbegehung.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Umgerechnet hingen 2016 etwa 40 000 Vollzeitstellen direkt oder indirekt von den Flughäfen Tegel und Schönefeld ab. 2035 könnten es noch mehr werden. Wirtschaftswissenschaftler kündigten am Montag etwa 60 000 bis 70 000 in Schönefeld an.

Diese Entwicklung werde durch zusätzliche Passagiere und mehr Innovation und Effizienz durch den neuen Flughafen angetrieben, sagte der Leipziger Unternehmensberater Thomas Lehr. Er hatte die Beschäftigungseffekte mit Oliver Rottmann von der Uni Leipzig prognostiziert und auf Einladung des Flughafens präsentiert.

Der BER soll nach neun Jahren mit Planungsfehlern, Baumängeln und langwierigen Sanierungen im Oktober in Betrieb gehen. „Wir haben fast alles fertig, und zwar richtig fertig“, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup.

Probebetrieb soll im April beginnen

Eine Sache fehle noch: „Wir müssen bei der Sicherheitsverkabelung und der Notstromversorgung die Prüfungen bis Ende März abschließen, dann können wir „fertig“ melden.“ Im April soll der Probebetrieb beginnen.

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Seit Mitte Januar werden Flughafenmitarbeiter aus Tegel und Beschäftigte von Flughafenkunden wie etwa Fluggesellschaften in Schönefeld geschult. Für Passagiere am Bahnhof Schönefeld ist das nicht zu übersehen: Zahlreiche Wegweiser führen zu Sonderbussen „Richtung Schulungen/Probetrieb“ am BER.

Berlins IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder forderte bei der Präsentation für den BER mehr Rechte für Langstrecken nach Nahost und Südostasien. „Wir haben den Flughafen viel zu klein gedacht“, sagte Eder. „Wir werden das dritte Terminal bauen müssen.“ (dpa)

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