In der Wirtschaft heißt es: Das ist die richtige Entscheidung

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BER,Task Force,Schönefeld,Platzeck,Flughafen : Ein Lotse für Platzeck

Über den Flughafen braucht man ihm nicht viel zu erzählen. Er hat das Projekt von Beginn an begleitet, er wusste viel, und er ahnte noch mehr. Als Abteilungsleiter war Bretschneider für das Planfeststellungsverfahren zuständig, für die 200 000 Einwendungen, die sauber abgewogen werden mussten. Er hält sich zugute, dass der Flughafen zumindest „juristisch eine Erfolgsgeschichte ist“.

Der Planfeststellungsbeschluss wurde vom Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz bestätigt, auch die Flugroutenklage abgeschmettert. Eine Einschränkung gibt es, der lange fehlende Schallschutz für rund 20 000 Anwohner. Zwar intervenierte Bretschneider früh, dass der praktizierte Standard gegen den Planfeststellungsbeschluss verstoße, ließ es aber dabei bewenden – bis zum Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin Brandenburg. Und er ist es, er, der sich selbst als „listenreich“ bezeichnet, der den gewagten Versuch Brandenburgs verantwortet, das Urteil zu entschärfen, dem Flughafen 200 Millionen Lärmschutz-Euro zu ersparen.

Er versuchte stets, das Potsdamer Verkehrsministerium möglichst nicht in die Schusslinie kommen zu lassen. Er hielt engen Kontakt zu allen Fraktionen im Landtag, zur Wirtschaft, was sich auszahlt – nun vielleicht für Platzeck. Sogar die einheimischen Unternehmer sind von dessen Personalentscheidung begeistert, „genau die richtige“ Wahl heißt es über den Mann, von dem Platzecks Schicksal abhängt.

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