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Berlin-Kreuzberg : Sexuelle Nötigung: Gesuchter hat sich der Polizei gestellt

Vor sieben Monaten wurde eine 23-jährige Frau aus Kreuzberg von einem Unbekannten attackiert. Die Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe. Nun hat sich der Gesuchte gestellt.

Foto: dpa/Archiv

Unter wieder war eine Fotofahndung der Polizei Berlin erfolgreich: Der seit heute Vormittag gesuchte Tatverdächtige hat sich heute Nachmittag in Begleitung seines Rechtsanwaltes auf einer Polizeidienststelle gestellt. Es handelt sich um einen 24 Jahre alten Mann.

Der Übergriff begann am U-Bahnhof Hallesches Tor. Es war die Nacht vom 4. auf den 5. Mai dieses Jahres, gegen 0.40 Uhr. Eine 23-Jährige war auf dem Heimweg. Doch am U-Bahnhof begann ein Mann, sie zu bedrängen. Das konnte sie abwehren, wie die Polizei am Mittwoch in einem Suchaufruf mitteilte. Daraufhin verfolgte der Mann die Frau zu ihrer nahe gelegenen Wohnung. Als sie dort ankam, wurde er an der Eingangstür erneut zudringlich. Er hielt sie den Angaben zufolge gewaltsam fest und berührte sie "sexuell motiviert", berichtet die Polizei. Die Frau wehrte sich und rief um Hilfe. Daraufhin ließ der Mann sie los und entfernte sich.

Dass die Polizei erst jetzt, sieben Monate nach der Tat, mit Fotos aus Überwachungskameras nach dem mutmaßlichen Täter suchte, erklärt eine Polizeisprecherin so: Bevor die Öffentlichkeitsfahndung als "letztes Mittel" genutzt wird, müssen alle anderen Ermittlungsansätze ausgeschöpft sein. Also zum Beispiel die Befragung von Zeugen oder von Polizisten, die den Tatverdächtigen anhand der Bilder aus der Überwachungskamera wiedererkennen könnten. Erst danach kann bei einem Richter oder Staatsanwalt ein Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung beantragt werden.

In den vergangenen Monaten hatten Fotofahndungen mehrfach zu schnellen Erfolgen geführt. Dabei wurden wiederholt auch Sexualtäter gefasst.

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