Berlin-Mitte : Früheres DDR-Gefängnis soll Erinnerungsort werden

Nach jahrelangem Leerstand soll das ehemalige DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße nun zu einem Erinnerungsort umgebaut werden.

Seit mehr als 20 Jahren steht das ehemalige DDR-Gefängnis leer.
Seit mehr als 20 Jahren steht das ehemalige DDR-Gefängnis leer.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach jahrelangem Gezerre soll das einstige und berüchtigte DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße in Mitte, in Sichtweite zum Alexanderplatz, zu einem Erinnerungsort ausgebaut werden und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das hat der rot-rot-grüne Senat am Dienstag beschlossen.

Ursprünglich sollte nach dem Willen von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) nur das erste Obergeschoss zu einem außerschulischen Lernort entwickelt werden. Das Abgeordnetenhaus intervenierte und forderte ein Konzept, um das Gesamtgebäude als Erinnerungsort zu erschließen.

Bis es soweit ist, dauert es aber noch. Für die inhaltliche Ausrichtung soll in diesem Jahr zunächst ein Expertengremium einberufen werden. Der Lernort im ersten Obergeschoss soll im zweiten Halbjahr in Betrieb gehen, das Berliner Immobilienmanagement habe das Gebäude weitgehend ertüchtigt. Beim laufenden Interessenbekundungsverfahren soll ein Betreiber gefunden werden, der ein Ausstellungskonzept erarbeitet.

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