Berlin-Neukölln : Vier Durchsuchungen nach Brandanschlägen auf Autos

In der Nacht zu Donnerstag brannten Autos eines Linken-Politikers und eines Buchhändlers in Berlin-Neukölln. Nun beschlagnahmte die Polizei bei Mitgliedern der rechten Szene unter anderem Laptops und Handys.

Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Nach den beiden Brandanschlägen auf Autos des Linken-Politikers Ferat Kocak und des Besitzers der Buchhandlung Leporello, Heinz Ostermann, hat der polizeiliche Staatsschutz am Freitagabend vier Wohnungen durchsucht und Laptops, Speicherkarten, eine Kamera, Handys sowie schriftliche Unterlagen beschlagnahmt.

Die Ermittlungen richten sich gegen zwei Tatverdächtige im Alter von 32 und 35 Jahren, die der rechten Szene in Neukölln zuzuordnen sind. Es waren insgesamt knapp 60 Polizeibeamte im Einsatz.

Bereits Ende 2016 und Anfang 2017 gab es zwei politisch motivierte Anschläge auf Ostermann. Im Herbst 2016 hatte sich Ostermann mit seiner Buchhandlung der Initiative "Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus" angeschlossen und hielt in diesem Rahmen auch eine Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Ladens ab. Danach flogen Steine.

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