• Berliner Schüler bei Friday for Future-Demos: Niemand muss wegen des Klimastreiks wiederholen

Berliner Schüler bei Friday for Future-Demos : Niemand muss wegen des Klimastreiks wiederholen

Fridays for Sitzenbleiben? Nicht in Berlin. Dem Landesschülerausschuss sind keine Fälle bekannt, bei denen die Demo-Teilnahme zur Nichtversetzung führte.

Berliner Schülerinnen und Schüler auf einer "Fridays for Future"-Demonstration.
Berliner Schülerinnen und Schüler auf einer "Fridays for Future"-Demonstration.Foto: AFP

Sitzenbleiben wegen zu vieler Demos für Fridays for Future? Danach sieht es zurzeit in Berlin nicht aus. Dem Landesschülerausschuss waren bis Freitag noch keine Fälle bekannt, bei denen wegen zu vieler versäumter Stunden eine Sechs gegeben werden musste, die mangels Zensurenausgleich dann zur Nichtversetzung führen würde.

Wie berichtet hatte es vor zwei Wochen eine Demonstration am Lessing-Gymnasium gegeben, weil Schüler fürchteten, nicht versetzt zu werden. Bei allen Schülern hatte es sich um Jugendliche gehandelt, die sehr aktiv und häufig an den Demonstrationen von Fridays for Future teilgenommen hatten. Bei ihrer Demonstration waren sie von der kommunistischen Jugendorganisation „Revolution“ unterstützt worden.

Lessing-Schulleiter Michael Wüstenberg sagte nun auf Anfrage, dass alle Schüler versetzt werden. Eine Lessing-Schülerin hatte dem Tagesspiegel zuvor berichtet, dass Lehrer Zusatzstunden angeboten hatten, damit die vorgeschriebene Mindeststundenzahl erreicht werden konnte.

Problem nur für dieses Schuljahr gelöst

„Wir hatten auch von keiner anderen Schule einen Hinweis, dass eine Versetzung wegen der Teilnahme am Streik gefährdet ist. Und gehen deshalb weiter davon aus, dass dies nicht eintritt“, sagte auch der Sprecher der Bildungsverwaltung Thorsten Metter, dem Tagesspiegel. Die Zensurenkonferenzen fanden schwerpunktmäßig in dieser Woche statt.

Der Sprecher des Landesschülerausschusses Lucas Valle Thiele wies allerdings gegenüber dem Tagesspiegel darauf hin, dass das Problem nur für dieses Schuljahr gelöst sei. Nach den Ferien werde es weitergehen mit den Demonstrationen und damit werde sich auch die Frage des drohenden Sitzenbleibens erneut stellen.

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