Berliner Stadtplanung : Neuer Turm am Alex soll Park Inn nicht überragen

Die Berliner „Hochhauskrone" nimmt langsam Form an. Das Gebäude an der Alexanderstraße soll jedoch nur 130 Meter hoch werden – anders als angedacht.

Die „Hochhauskrone" wächst in den Himmel - jedoch weniger hoch als gedacht.
Die „Hochhauskrone" wächst in den Himmel - jedoch weniger hoch als gedacht.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Langsam, ganz langsam, nimmt sie Formen an, die Berliner „Hochhauskrone“ am Alexanderplatz, die sich Stadtplaner der 90er Jahre wünschten. In unmittelbarer Nähe zum Park Inn sollen zwei weitere Türme auf insgesamt 14 000 Quadratmetern entstehen, beide mit einer maximalen Höhe von 130 Metern, wie aus einer Pressemitteilung des Eigentümers Covivio (vorher Foncière des Régions) hervorgeht.

Für den ersten Turm auf 70 000 Quadratmetern Fläche zwischen Park Inn und Saturn, im östlichen Bereich des Platzes, wurde nun ein Architekturwettbewerb vorläufig abgeschlossen. Die Entwürfe der Architekturbüros Diener & Diener Architekten (Basel) und Sauerbruch Hutton (Berlin) sind von einer Jury, bestehend aus Architekten, Vertretern von Covivio sowie aus der Senats- und Bezirksverwaltung mit einem gleichrangigen zweiten Platz ausgezeichnet worden, verbunden mit der Bitte, die Entwürfe nochmals zu überarbeiten. Im Herbst wird dann entschieden, welches der beiden Büros das Rennen macht.

Zuvor war eine Höhe von 150 Metern im Gespräch

Für das Gebäude an der Alexanderstraße war zuvor eine Höhe von 150 Metern im Gespräch. Nun soll es sich aber, wie der geplante Zwillingsturm des Park Inn, an die Höhe des Hotels anpassen. Der Investor plant eine gemischte Nutzung aus Büroräumen, Einzelhandel sowie zusätzlichen Coworking-Flächen, einem Inhouse-Club mit Dachterrasse, Restaurants und Cafés. Außerdem sollen auf 16 300 Quadratmetern auch 200-300 Wohnungen entstehen.

2019 könnte Baubeginn sein, 2022 soll der Turm fertiggestellt werden. Investitionsvolumen: rund 450 Millionen Euro. „Die Mischnutzung wird vom Bezirk ausdrücklich befürwortet“, sagte Ephraim Gothe (SPD), Baustadtrat von Mitte, der ebenfalls in der Jury saß.

Es seien „zwei sehr gute Entwürfe in die Überarbeitung geschickt worden“. Eine schnelle Realisierung des Projektes befürwortet er auch deshalb, „weil spürbar große Büroflächen nachgefragt werden“. Hierfür sei der Standort Alexanderplatz wegen seiner ausgezeichneten verkehrlichen Anbindung sehr gut geeignet.

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