• 3-formatOriginal-2

    Nachbarschaft

    Herzlich Willkommen, liebe Anni und Ella Gaida! Die Zwillinge kamen am 09.09. um 09.09 Uhr in der Entbindungsklinik der Charité in Mitte zur Welt. Da war ihre Mutter erst in der 25. Schwangerschaftswoche. Annis Geburtsgewicht betrug 950 Gramm, Ellas nur 850. Momentan liegen die Schwestern noch auf getrennten Intensivstationen, werden beatmet und durch Sonden ernährt. „Knuddeln und Knutschen dürfen wir aber schon“, erzählt die Mutter. Die beiden teilen nicht nur eine Geburtstminute miteinander (Kaiserschnitt macht’s möglich), sondern auch den Geburtstag mit mir. tagesspiegel.de

    Foto: Kalaene/dpa

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute@tagesspiegel.de

von
bis
Bitte geben Sie hier den Suchbegriff ein!
Laura Hofmann. von Laura Hofmann tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Mitte,

was alles möglich ist, wenn das Land Berlin eine Immobilie kauft und zusammen mit einer Initiative entwickelt, wird sich in den nächsten Monaten beim Haus der Statistik am Alexanderplatz zeigen. Am Freitag läutete Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) das sogenannte Werkstattverfahren ein, das aus dem Geisterhaus ein Leuchtturmprojekt mit Signalwirkung für die ganze Stadt machen soll: Bis Anfang kommenden Jahres wird sich das Bündnis aus Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bezirk Mitte, Genossenschaft Zusammenkunft Berlin und Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) im Dialog mit Bürgerinnen und Bürger darüber verständigen, was in dem seit zehn Jahre leerstehenden Gebäude und den geplanten Neubauten daneben genau entstehen soll.

Fest steht, dass Teile der Landesverwaltung in den bereits bestehenden Bau ziehen. Das Rathaus Mitte zieht in einen Neubau. Aus dem Areal soll ein kleines neues Quartier für Verwaltung, Kultur, Bildung, Soziales und Wohnen werden. Neben etwa 300 Wohnungen sind unter anderem eine Kita, eine Obdachlosenanlaufstelle, die Kältehilfe, ein Seniorentreff und gastronomische Angebote im Gespräch. tagesspiegel.de

Nicht möglich ist so etwas in der Klosterstraße 44, wo ein Investor – die Adam Europe Real Estate Investment GmbH – vor zwei Jahren das Atelierhaus kaufte und nun allen Künstlern ihre Verträge gekündigt hat. Wenn sie bleiben wollen, so heißt es in dem Kündigungsschreiben der Hausverwaltung, müssten Sie eine Miete zahlen, die die bisherige deutlich übersteigt. Im Fall der Malerin und Fotografin Angela von Heynitz würde die Miete von 520 auf 777 Euro steigen – sie hat abgelehnt und erstmal einen privaten Lagerraum in Anspruch genommen.

Inzwischen wird ihr altes, 34 Quadratmeter großes Studio im Internet für 830 Euro angeboten. Ob sie wieder ein Atelier findet, ist fraglich. Bevor sie nach Mitte kam, hatte sie zwei Jahre gesucht. Von den etwa zehn Künstlern auf ihrem Stockwerk sei die Hälfte ausgezogen, berichtet sie am Telefon. Perspektivisch wird der Investor in der Klosterstraße 44 wohl Wohnungen entwickeln. Zumindest heißt es in der Beschreibung auf der Webseite, bei dem Projekt würde es sich um 329 Wohneinheiten handeln. Auch der Theaterdiscounter ist von der Mieterhöhung betroffen: Statt bisher 80.000 soll er künftig 160.000 Euro zahlen, darf aber wohl auf Unterstützung vom Senat zählen.

Im Haus in der Klosterstraße 44 war früher die Telekom, die Stasi, ein Club, dann wurde es zum Atelierhaus. Künftig werden dort wohl Eigentumswohnungen entstehen.

Laura Hofmann arbeitet in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Ihre erste Berliner Wohnung war im Wedding, hierher kehrt sie immer gerne zurück. Heute wohnt sie an der Grenze zwischen Prenzlauer Berg und Mitte, den Fernsehturm immer fest im Blick. Schreiben Sie ihr eine Mail oder folgen Sie ihr auf Twitter oder Facebook.

Lothar Heinkes Tipp für Sie

Das Kabarett-Theater Distel wird 65 – will aber keinen Rentenbescheid. Im Gegenteil: Die Proben für die Jubiläumsaufführung am 13. Oktober laufen auf Hochtouren. Das 149. Distel-Programm heißt „2018: Odyssee im Hohlraum“. Es wird keine Nummern-Revue, sondern behandelt ein ulkiges, schier unglaubliches Thema an einem Stück: In einem Callcenter jobben schlecht bezahlte Leute. Bei einem illegalen Wanddurchbruch finden sie in einem Hohlraum zwei, wie es heißt, „gut erhaltene Ostdeutsche“. Die beiden leben dort seit dem 17. Juni 1953 versteckt und haben sich mit einem riesigen Vorrat an Würzfleischkonserven („Ragut fin“) angeblich „blendend gehalten“. Nun treffen sie erstaunt auf das heutige Berlin von 2018. „Und erst durch ihren unschuldigen Blick sehen wir, wie irre unsere Welt heute geworden ist“, sagt Thomas Lienenlüke, der Autor. Naivität trifft auf Realität, da hat ein Kabaretttexter ein weites Spielfeld und kann reihenweise auf oder ins Humor-Tor schießen. tagesspiegel.de, distel-berlin.de

Stadtleben auf Twitter

Hier twittert die Stadtleben-Redaktion des Tagesspiegels:

Tipps und Trends, Themen und Termine - alles, was die Stadt bewegt.

Machen Sie mit und verlinken Sie Ihre morgendlichen Fotos mit dem Hashtag #gmberlin. Oder schicken Sie Ihre Fotos wie gewohnt an leserbilder@tagesspiegel.de. Wir freuen uns auf Ihre Bilder! 

Die Ergebnisse sehen Sie in unserer Fotostrecke.

  • Eröffnung des ersten queeren Jugendzentrums in Berlin mit Bildungssenatorin Sandra Scheeres. Abspielen Hilfe für queere junge Menschen – Berlins erstes queeres Jugendzentrum
  • Die Musik-Demo "Zug der Liebe" in Berlin Abspielen Zug der Liebe: Tausende tanzen für Toleranz und Nächstenliebe
  • Baulärm Hausburg-Schule Abspielen Baulärm Hausburg-Schule
  • So entsteht Spirou – Sein neuestes Abenteuer führt nach Berlin Abspielen So entsteht Spirou – Sein neuestes Abenteuer führt nach Berlin
  • 40. CSD - „Der Kampf für Gleichstellung ist noch nicht vorbei“ Abspielen 40. CSD - „Der Kampf für Gleichstellung ist noch nicht vorbei“
  • Frau Richter liest… Abspielen Frau Richter liest…
  • 40. Jahre CSD – 40 Jahre queere Emanzipation Abspielen 40. Jahre CSD – 40 Jahre queere Emanzipation
  • Architekt Van Bo Le-Mentzel und Urania-Direktor Ulrich Weigand Abspielen Tiny Town Urania – Minihaus für 100 Euro
  • Designer Michael Michalsky in seinem Berliner Atelier. Abspielen Michalsky auf der Fashion Week: "Ich bin ein Genderless-Designer"
  • Google Campus in Silicon Valley (USA) Abspielen Google-Campus: In Kreuzberg wächst der Protest
  • Der Syrer Hares Alraad Abspielen Theaterprojekt mit Geflüchteten: Unfrei in der Freiheit
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während des Global Solutions Summits Abspielen Gerechtere Welt: Merkel will Daten besteuern
  • Journalisten im Exil: Hend Taher Abspielen Journalisten im Exil: Hend Taher
  • Abspielen Zehntausende demonstrieren gegen AfD
  • Opfer des NSU Abspielen Weiter Aufklärung zum NSU gefordert: "Es darf keinen Schlussstrich geben"