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    Nachbarschaft

    Ahmed (links im Bild) und Hussen Chaer haben in Neukölln eine der erfolgreichsten Wrestling-Promotions Deutschlands aufgebaut. Am Wochenende feierte ihre German Wrestling Federation (GWF) ihr 24-jähriges Bestehen. Mein Kollege Christoph Kluge hat die beiden Brüder in ihrer Schule besucht.

    Die Frage, ob Wrestling-Kämpfe echt sind, stellt sich heute kaum jemand mehr. Es ist längt klar: Wrestling-Kämpfer*innen wollen ihr Publikum unterhalten. Dafür riskieren sie buchstäblich Kopf und Kragen, wirbeln ihre Kontrahent*innen spektakulär durch die Luft – oder fliegen selbst durch den Ring. „Der deutsche Wrestling-Markt ist der drittgrößte weltweit, nach den USA und Großbritannien“, sagt Hussen Chaer, der selbst im Ring als „Crazy Sexy Mike“ auftritt. In der Kopfstraße im Rollbergkiez bilden die Brüder ihre Athlet*innen aus, darunter viele Jugendliche.

    Zu Beginn ihrer Karriere in den 1990ern hatten die Chaers es schwer in der Stene. „Weil wir für sie die Kanaken waren“, sagt Ahmed Chaer. Rassismus sei damals in der Szene sehr verbreitet gewesen. Mittlerweile haben die Athlet*innen es leichter – und treten unter anderem als Stuntmen bei Fernsehproduktionen auf, etwa auch in der in Neukölln spielenden Serie „4 Blocks“.

    Den gesamten Text über die Geschichte der Chaers und die Ausbildung an der Schule lesen Sie auf tagesspiegel.de. Weitere Infos zur GWF-Wrestling-Schule gibt es hier.

    Foto: Promo

    Wer einen Vorschlag hat, welcher Mensch hier unbedingt vorgestellt gehört: Gerne mailen an leute-m.haarbach@tagesspiegel.de.

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von Madlen Haarbach tagesspiegel
Liebe Nachbar*innen aus Neukölln,

hat Fridays for Future die CDU gekapert? Das fragte sich mein Kollege Stefan Jacobs gestern im Checkpoint-Newsletter. Einer der Gründe: Die CDU will das Tempelhofer Feld aufforsten, also in einen „Tempelhofer Forst“ verwandeln. Das war zumindest Inhalt eines Leitantrages auf dem kleinen Parteitag der Berliner CDU am Dienstagabend. Rund ein Drittel der Fläche soll demnach bepflanzt und dadurch das Stadtklima verbessert werden. Neben Bäumen sollen aber auch Wohnungen auf dem Feld wachsen: 6.000 für bis zu 20.000 Menschen sieht die CDU an den Rändern des Tempelhofer Forstes vor. Vorher soll aber eine Volksbefragung klären, ob der Vorschlag auf die Zustimmung der Bevölkerung stößt (tagesspiegel.de).

Die SPD hatte sich vor rund einem Jahr für die Randbebauung des Tempelhofer Feldes ausgesprochen. Auch damals hatte die Neuköllner CDU die Pläne befürwortet, sich aber auch für einen weiteren Volksentscheid ausgesprochen (NL vom 21. November 2018).

Ob die Anwohner*innen und Nutzer*innen eine Randbebauung des Feldes eher akzeptieren, wenn sie sich hinter Bäumen versteckt, ist fraglich. Zumal auch die Freifläche als solche ein Ökosystem darstellt, das etwa von der seltenen Feldlerche bebrütet wird. Wer die insgesamt 500.000 zusätzlichen Stadtbäume gießen soll, die die CDU in ganz Berlin pflanzen will, bleibt unklar: Aktuell verdursten bereits jeden Sommer unzählige junge Bäumchen, für die aus mangelnden Personalkapazitäten keiner sorgt. Und der nächste trockene Sommer kommt bestimmt.

Was halten Sie von den Plänen von CDU und SPD? Randbebauung ja/nein, oder nur mit zusätzlichem Wald? Ich freue mich über Ihre Zuschriften.

Madlen Haarbach ist freie Autorin beim Tagesspiegel. Sie freut sich über Kritik, Anregungen und Tipps bei Twitter oder per E-Mail.

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Madlen Haarbachs Tipp für Sie: Freikarten für Kunstführungen gewinnen

Nord-Neukölln entwickelt sich immer mehr zum Kunst-Hotspot. Art:Berlin hat gemeinsam mit dem Kulturnetzwerk Neukölln vier verschiedene Entdeckungstouren durch den Bezirk entwickelt, die einen Einblick in die Kunstszene geben wollen. Die Touren führen durch klassische Galerien, Projekträume, Ateliers und Happening- oder Performance-Spaces. Neben Blicken hinter die Kulissen gibt es auch Gespräche mit Galerist*innen und Künstler*innen.  Die nächsten Touren finden am 22. November (Treffpunkt an der Retramp-Galerie in der Reuterstraße 62) und am 6. Dezember (Treffpunkt am Neon Kunst, Herrfurthstraße 23) statt. Los geht’s jeweils um 16 Uhr, die Touren dauern rund 2,5 Stunden. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Weitere Infos gibt es hier.

Wir verlosen drei mal zwei Freikarten für wahlweise eine der beiden Touren am 22. November und 6. Dezember. Um mitzumachen, melden Sie sich einfach bis Freitag, 15. November, 18 Uhr auf unserer Gewinnspielseite  unter dem Stichwort „Kunsttour Neukölln“ an. Die Gewinner*innen werden von mir per E-Mail informiert.