• Heinevetter

    Nachbarschaft

    Reinickendorfer Füchse, Europapokal-Sieger.

    Die Handballer der Reinickendorfer Füchse sind die erfolgreichste Mannschaft des Bezirks, und mit dem neuerlichen Gewinn des Europapokals haben sie einen tollen Erfolg gefeiert. Der Finalsieg in Magdeburg war hart erkämpft, das Publikum war beim 28:25-Erfolg der Berliner über den französischen Vertreter Saint-Raphael voll auf der Seite der Gäste aus Südfrankreich – kein Wunder, hatten die doch die Magdeburger im Halbfinale besiegt. Die wichtigste Stütze der Berliner war wieder einmal Torwart Silvio Heinevetter. Am Dienstagabend wurde das Team vor dem Rathaus Reinickendorf, auf dem Antonyplatz, mit großem Jubel von Bürgermeister Frank Balzer und weiteren Repräsentanten des Bezirks empfangen. Natürlich auch dabei Frank Steffel, der Präsident der Füchse,  der an der stetigen Aufwärtsentwicklung der Handballer aus dem Norden der Stadt großen Anteil hat. Zur Ehrung der Sieger gehörte natürlich auch die Eintragung ins Goldene Buch. Ein Foto vom Rathaus-Empfang sehen Sie weiter unten im Newsletter in der „Kiezkamera“.

    Foto: Michael Hundt / Matthias Koch

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de

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Gerd Appenzeller, Tagesspiegel. von Gerd Appenzeller tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Reinickendorf,

Nicht nur für die Reinickendorfer Tier- und Naturfreunde ist das eine gute Nachricht: Die Wasserbüffel kommen ins Fließtal zurück! Am kommenden Freitag, den 25. Mai, werden ab etwa zehn Uhr sechs Büffelbullen im Alter von zwei bis vier Jahren wieder auf den inzwischen abgetrockneten Wiesen grasen. Westlich und östlich der Egidybrücke kann man sie dann wieder bewundern. Der genaue Standort der Tiere ist wie immer auf den Informationstafeln verzeichnet. Die Büffel gelten als gutmütig, dennoch sollten Besucher ihnen nicht zu nahe kommen. Das gilt auch für Hunde! Näheres weiter unten im Newsletter.

Was ist los mit der Gastronomie an der Havel zwischen Tegelort und Heiligensee? Große Betriebe wie das Riverside oder das Eagle Lodge haben dicht gemacht, offenbar können sich nur noch kleinere Restaurants halten, die als Familienunternehmen ohne fremdes Personal geführt werden können. Früher war das anders, und an der Havel war früher tatsächlich mehr Lametta. Hier trafen sich im eingemauerten West-Berlin die Erholungsuchenden, heute fahren sie am Wochenende nach Brandenburg. Und die Saison ist kurz, aber die Grund- und Bodenpreise sind hoch. Es gibt kaum eine Wohnlage im Westen der Stadt, die begehrter ist. Alles über die Gründe der Krise weiter unten.

Erinnern Sie sich noch, dass ich im letzten Jahr darüber berichtete, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus beruflichen Gründen zwar laufend in Kontakt mit Kindern kommen können, die an hoch ansteckenden Krankheiten leiden, selbst aber nicht durch Schutzimpfungen dagegen immunisiert sein müssen? Die Personalräte fanden damals, das sei auch nicht nötig – eine völlig unverständliche Einschätzung. Die Berichterstattung im Reinickendorf-Newsletter hatte eine bundesweite Langzeitwirkung: Die Gesundheitsminister aller Bundesländer fordern das Bundesgesundheitsministerium jetzt in einer Entschließung auf, im Infektionsschutzgesetz klar zu stellen, dass für  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes „der berufsspezifische Impfschutz als Einstellungsvoraussetzung für dieses Personal festgelegt werden kann“. Auch dazu mehr weiter unten.

Immer wieder schreiben mir Leserinnen und Leser des Reinickendorf-Newsletters in Mails, auf der endlos langen Baustelle B 96 in Wittenau tue sich nichts. Man sehe praktisch nie Bauarbeiter, auf der Oranienburger Straße in Höhe des S-Bahnhofs Wittenau gebe es nur eines: Stillstand. Die zuständige Bezirkstadträtin, Katrin Schultze-Berndt, kennt die Beschwerden und sagt mir, es gebe terminlich bislang keine Alarmsignale. Was stimmt? Ich habe einen Vorschlag dazu: den lesen Sie weiter unten.

Noch eine Anmerkung in eigener Sache: Immer wieder wird mir vorgeworfen, im Reinickendorf-Newsletter kämen nur CDU-Initiativen und CDU-Termine vor. Liebe Leserinnen und liebe Leser, dies ist kein schwarz lackierter Newsletter. Ich nenne alle Termine, die ich kenne, und alle Initiativen, die öffentlicheitsrelevant sind. Aber was ich nicht weiß, kann ich nicht berichten. Und Terminmeldungen aus Parteien sind nach meiner Ansicht eine Bringschuld und keine Holverpflichtung für mich.

Gerd Appenzeller, geborener Berliner, ist seit 24 Jahren Mitglied der Tagesspiegel-Redaktion, war Chefredakteur und Herausgeber. Als er 1994 mit seiner Familie in die alte Heimat zurückkam, zog er nach Hermsdorf, denn dort hat er auch seine Kindheit verbracht und dort leben auch sein Bruder und dessen Frau. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de

Gerd Appenzellers Tipp für Sie

Das Viertelfest im Märkischen Viertel: Man kann Kieze auch schlechtreden. Dem Märkischen Viertel ist es in seiner fast 50-jährigen Geschichte immer wieder so ergangen. In der Hochaussiedlung wohnen keine Wohlhabenden, viele von Sozialhilfe abhängige Menschen wurden dort einquartiert, die Sozialstrukturen drohten zu kippen, kein Wunder, da die Sozialpolitik des Senates sich auch nicht oder nur wenig um eine Stabilisierung der Verhältnisse kümmert. Die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau hat im Laufe der letzten Jahre hunderte von Millionen Euro in die Modernisierung der Wohnungen gesteckt, das Märkische Viertel von heute ist eine quirlige, lebendige Gemeinschaft geworden, in der viele Familien gerne leben.

Deshalb empfehle ich Ihnen, wenn Sie Zeit und Lust haben, für Samstag, 26. Mai, von 14 bis 20 Uhr den Besuch des Viertelfestes auf der Festwiese am Seggeluchbecken. Verschiedene Sportvereine werden sich vorstellen, es gibt Mitmach- und Bewegungsangebote für alle Altersschichten und ein buntes Bühnenprogramm. Auch die Schulen des MV sind beteiligt. Also. Wenn sie sehen wollen, wie man im MV lebt, kommen Sie einfach mal vorbei!