Flüchtlingsheime in Steglitz-Zehlendorf : Zwei neue kommen, zwei alte Unterkünfte werden doch nicht zum Jahresende geschlossen

Am Mittwochabend hieß es in der BVV, zwar würden zwei neue Flüchtlingsunterkünfte gebaut, aber zwei andere Ende des Jahres geschlossen. Am Donnerstagabend hatte der Bezirk neue Informationen: Die Verträge der Heime an Hohentwielsteig und Ostpreußendamm laufen noch mindestens zwei Jahre, eine vorzeitige Schließung sei nicht vorgesehen.

So ähnlich könnten auch die beiden neuen Flüchtlingsunterkünfte in Steglitz-Zehlendorf aussehen - diese steht in Marzahn-Herllersdorf.
So ähnlich könnten auch die beiden neuen Flüchtlingsunterkünfte in Steglitz-Zehlendorf aussehen - diese steht in...Foto: imago/Christian Ditsch

Der Senat wird in Steglitz-Zehlendorf am Dahlemer Weg 247 und Am Beelitzhof 24 neue Flüchtlingsunterkünfte bauen. In der Februar-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung erklärte Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU), dass sie einem dritten Standort am Osteweg 63 widersprochen habe. Dieses Grundstück müsse für einen Schulstandort samt Sportfläche freigehalten werden - das habe sie auch dem Senat am 19. Februar geschrieben.

Am Dahlemer Weg und Am Beelitzhof sollen Unterkünfte neuen Typs, sogenannte MUFs 2.0, entstehen: Die weiterentwickelten modularen Bauten werden Wohnungen beherbergen, die später auch dem regulären Mietmarkt zur Verfügung stehen sollen. Die Lebenserwartung der geplanten Bauten beträgt vierzig bis fünfzig Jahre, pro Unterkunft soll Wohnraum für 450 Menschen entstehen.

Neue Informationen: Doch keine Schließung

Während es am Mittwochabend noch hieß, zum Jahresende würde das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) zwei Unterkünfte im Bezirk am Hohentwielsteig und am Ostpreußendamm schließen, erhielt Jugendstadträtin Carolina Böhm (SPD) am Donnerstagabend neue Informationen: Am Rande einer Informationsveranstaltung für die Anwohner der neu geplanten Unterkunft Am Beelitzhof erfuhr sie, dass die Verträge für die beiden Alt-Unterkünfte noch zwei bis drei Jahre laufen würden und eine vorzeitige Schließung nicht geplant sei. Die Jugendstadträtin bedauerte die falsche Information von Mittwoch und erklärte: „Leider steht der Bezirk am Ende der Informationskette.“

Aktuell leben im Bezirk in sieben Unterkünften insgesamt 1311 Geflüchtete; 382 Plätze werden zur Zeit nicht genutzt - die sieben bestehenden Einrichtungen haben eine Gesamtkapazität von 1693 Plätzen.




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